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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 04:46 Uhr

Wedel : „Barlach go young“ geht neue Wege

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Bildungsprojekt gibt es jetzt auch für Schulabsolventen und nicht mehr nur für Schüler.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 16:15 Uhr

Wedel | Das Bildungsprojekt „Barlach go young“ der Ernst-Barlach-Gesellschaft und der Fachhochschule Wedel geht in die zweite Runde. Im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme werden erneut Jugendliche zu Museumsbotschaftern ausgebildet. Neu ist dieses Mal, dass nicht nur Schüler, sondern auch Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die die Schule bereits abgeschlossen aber keine Lehrstelle bekommen haben, teilnehmen dürfen. „Am Ende gibt es ein Zertifikat, das hervorragend für die Bewerbungsmappe geeignet ist“, sagt Heike Stockhaus, Museumsleiterin und Initiatorin des Projekts. Start ist am morgigen Donnerstag – und es sind noch Plätze frei.

„Am meisten Spaß gemacht hat es mir, die Gäste durch das Museum zu führen“, sagt Julia Stock mit strahlenden Augen. Die 15-Jährige hat an der ersten Runde des Projekts teilgenommen und ist immer noch begeistert. Deswegen übernimmt sie dieses Mal einen Mentorenjob für die neuen Museumsbotschafter.

Der Themenschwerpunkt von „Barlach go young“ ist dieses Mal China. Grund dafür ist die aktuelle Doppelausstellung des Ernst-Barlach-Preisträgers Wang Shugang und der Künstler des „Beijing-Berlin-Projekts“. Die Teilnehmer lernen innerhalb von 60 Stunden in drei Monaten die Museumsarbeit kennen. Dazu gehört die Gestaltung einer Website inklusive deren Konzept, Bildbearbeitung, Bloggen und rechtliche Fragen genauso wie PR-Training, Sprachtraining und Bewusstseinstraining. Die Workshops finden immer donnerstags und gelegentlich sonnabends statt. „Wir werden zum Beispiel mit Schülern aus Shanghai in Verbindung treten, um die chinesische Kultur aus deren Perspektive kennenzulernen, und es gibt einen Workshop zu den Schriftzeichen“, sagt Stockhaus. Außerdem soll das „Ich und das Kollektiv“ in den verschiedenen Kulturen untersucht werden. Denn das Projekt hat erneut den Untertitel „Haben oder Sein“. Auch die Entwicklung Chinas – vom Kommunismus zur Weltsupermacht – soll genauer unter die Lupe genommen werden. „Wenn man sich mit so etwas beschäftigt, stellen sich ganz viele Fragen für die Welt, in der man selbst lebt“, sagt Stockhaus.

Ende Dezember gibt es eine Abschlussveranstaltung, und die jungen Menschen erhalten ihr Zertifikat. Wichtig: Nur die Teilnehmer, die regelmäßig dabei sind, bekommen es. Im vergangenen Projekt durften zwölf Jungen und Mädchen so eines mit nach Hause nehmen. Und das Zertifikat macht was her: Das Projekt wird im Rahmen von „Kultur macht stark“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Auf lange Sicht möchte Stockhaus das fächerübergreifende Projekt mehr in die Schulen einbinden. Dass es die jungen Menschen motiviert und sie vieles lernen, beweist Stock: „Kein Vortrag in der Schule wurde, seitdem ich teilgenommen habe, schlechter als 2+ benotet, und ich melde mich mehr“, sagt sie.

Wer teilnehmen möchte, muss zwischen 14 und 18 Jahren alt sein. Anmeldung telefonisch unter 04103-918291 oder im Ernst Barlach Museum, Mühlenstraße 1, zwischen 11 und 18 uhr.
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