Der „wahre“ Shakespeare : Barbara Werther stellt im Dörpshus ihr neues Buch vor

Barbara Werther mit einem Porträt des Adeligen Edward de Vere – ihrer Meinung nach der wahre Verfasser von Shakespeares Werken.
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Barbara Werther mit einem Porträt des Adeligen Edward de Vere – ihrer Meinung nach der wahre Verfasser von Shakespeares Werken.

„Romanzen und Problemstücke“ - ein Zufall half der Oberstudienrätin bei der Themenfindung.

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11. April 2016, 16:30 Uhr

Holm | Fast war es wie ein Wink des Schicksals, als der Oberstudienrätin Barbara Werther vor vielen Jahren bei der Durchsicht des Nachlasses ihrer Eltern eine Ausgabe der gesammelten Werke des Dichters William Shakespeare (1564-1616) in die Hände fiel. Ihr Vater hatte in der Ausgabe von 1889 etliche Zitate markiert, die für die Pensionärin bis heute von Bedeutung sind.

Letztendlich resultiert aus dieser Begebenheit auch Werthers viertes Buch über den „wahren“ Shakespeare, das sie am Sonnabend im Holmer Dörpshus vorstellte. In ihrem neuen Buch mit dem Titel „Romanzen und Problemstücke“ inklusive Handlungen, Zitaten und Erläuterungen und dem Untertitel „Wer war Shake-Speare?“ beschäftigt sich die Autorin eingehend mit der Frage, ob der Urheber der bedeutenden Werke wirklich Will Shaksper aus „Stratford- upon-Avon“ gewesen sei. Nicht nur ihrer Meinung nach müssen die Werke Shakespeares einem anderen englischen Dichter aus der Zeit zugeschrieben werden, nämlich Edward de Vere.

Er war der 17. Earl of Oxford und da es in der damaligen Zeit für einen Hochadligen unentschuldbar war, Stücke zu schreiben, wählte Lord Chamberlain (1550-1604) das Pseudonym „William“ (der Eroberer) und „Shake- Speare“ (Speer- Schwinger). Er war damals nicht nur einer der besten Turnierreiter seiner Zeit, sonder besaß – im Gegensatz zum „Strohmann“ Will Shaksper – auch profunde Kenntnisse in Philosophie, Rechtsprechung, höfischen Sitten und in griechischer, lateinischer, italienischer und französischer Sprache. Außerdem hatte er eine weit reichende Bildung in antiker und moderner Geschichte. Im Anschluss an Werthers Ausführungen wurde der Film „Ende gut, alles gut“ aus der BBC-Shakespeare–Collection auf der großen Leinwand gezeigt. Werther gibt in ihrem Buch nicht nur zu diesem Stück viele wertvolle Hinweise, sondern auch zu den Werken „Maß für Maß“, „Der Sturm“, Cymbeline“, das „Wintermärchen“ und „Troilus und Cressida“.

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