Wedel : B431 ohne Licht? Nicht mit der Politik

Laternen-Ersatz: Landesamt-Haltung sorgt für Unmut

shz.de von
09. Mai 2015, 16:00 Uhr

Wedel | Düstere Aussichten in Sachen Beleuchtung an der Holmer Straße. Im Auftrag der Politik hat die Stadt die Chancen ermittelt, die maroden Straßenlaternen zwischen Ortsschild und Stadtgrenze zu ersetzen. Ergebnis: Es gibt zahlreiche Hürden und Hindernisse, die einen Neubau unmöglich erscheinen lassen. Das hat die Verwaltung jetzt den Fraktionen mitgeteilt. Die wollen das Thema jedoch nicht fallen lassen, sondern haben im Bauausschuss neue Prüfaufträge für die Verwaltung formuliert in der Hoffnung, dass doch noch neue Lichter entlang der B431 aufgehen. So wie es Anwohner, Holmer sowie Jugend- und Seniorenbeirat fordern.

Einzig die Grünen können mit den Erkenntnissen leben. Sie lehnen den Lampen-Neubau ab. Laut Ausschusschef Thomas Grabau (Grüne) kann jedoch die Mehrheit der Fraktionen vor allem die Haltung der zuständigen Landesbehörde nicht nachvollziehen und hat die Stadt zu neuen Verhandlungen aufgefordert. Das Landesamt hatte die notwendige Verlegung eines Beleuchtungskabels im Grünstreifen zwischen Fahrradweg und Fahrbahn abgelehnt. Begründung: Dort würden bereits diverse Leitungen und Schächte liegen. Spannend dabei: Auf etwa 400 Meter Länge hängt an den abgängigen Lampen aus Holz ein Stromkabel der Stadtwerke. Dies müsste ebenfalls verlegt werden. Und die Stadtwerke gehen nach Auskunft der Verwaltung sehr wohl von einer Zustimmung eben jener Landesbehörde aus. Gerade mit der Begründung, dass dort schon diverse Leitungen des Versorgers vergraben sind. Als Alternative für das Beleuchtungskabel verweist das Landesamt auf den Grünstreifen zwischen Radweg und Grundstücksgrenze.

Der sei mit 50 Zentimetern breit genug für Kabelschacht und Lampen-Fundament. Die Stadt dagegen sagt: Sowohl Kabelverlegung als auch Masten-Installation ist dort „problematisch bis unmöglich“. Zum einen, weil weniger als 50 Zentimeter Platz und dieses Restgrün auch stark bewachsen sowie von robusten Wurzeln durchzogen sei. „Die Aussagen der Landesbehörde sind nicht nachvollziehbar“, heißt es aus dem Wedeler Bauamt.

Zum anderen spielt die Hälfte der Anlieger nicht mit. Sie lehnen es laut Verwaltung ab, dass an beziehungsweise auf ihren Grundstücken gebaut wird. Das Aufstellen von Solarlampen ohne Kabel ist aus Verwaltungssicht keine Alternative. Auch da gibt es Platzprobleme. Zudem sei aufgrund des starken Bewuchses nicht sicher, dass genügen Sonnenlicht eingefangen und die Lampen immer betriebsbereit sind.

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