Altstadtquartier am Steinberg : B-Plan für 140 Wohnungen kommt

14 Mehrfamilienhäuser mit zwei Geschossen plus Staffelgeschoss sollen zwischen Johann-Rist-Gymnasium und Wiedestraße entstehen. 28 der 133 Wohnungen werden mit öffentlichem Fördermitteln gebaut.
14 Mehrfamilienhäuser mit zwei Geschossen plus Staffelgeschoss sollen zwischen Johann-Rist-Gymnasium und Wiedestraße entstehen. 28 der 133 Wohnungen werden mit öffentlichem Fördermitteln gebaut.

Rat bringt Rehders 35-Millionen-Euro-Projekt auf den Weg. Linke kritisiert Sozialwohnungsanteil.

shz.de von
28. Januar 2017, 16:00 Uhr

Wedel | Mit deutlicher Mehrheit hat der Rat Donnerstagabend den Weg frei gemacht für den vorhabenbezogenen B-Plan, der den Bau von 140 neuen Wohnungen zwischen Rist-Gymnasium und Wiedestraße ermöglichen soll. Noch 2017 möchte die Rehder Wohnungsbau mit der Realisierung des „Altstadtquartiers am Steinberg“ auf dem 2,5 Hektar großen Areal beginnen.

Die Linke nutzte die Abstimmung, um noch einmal deutlicher als mit ihrem Fachgremiumsvotum ein Zeichen zu setzen für die Einhaltung der Klausel von 30-Prozent Sozialwohnungsbau bei Neuaufstellung oder Änderung von B-Plänen. Im Planungsausschuss hatte die Linke die Diskussion zwar angeschoben, sich am Ende aber nur enthalten.

Das Nein sei als „klare und deutliche“ Position in Sachen 30-Prozent-Klausel zu werten, erklärte Linke-Fraktionschef Detlef Murphy. Wie berichtet sollen 28 von 133 Wohnungen mit Fördermitteln gebaut werden, je zur Hälfte auf dem ersten und zweiten Förderweg. Auch SPD-Fraktionsvorsitzende Sophia Jacobs-Emeis verdeutlichte: „Dies muss das allerletzte Mal sein, dass weniger als 30 Prozent sozialer Wohnungsbau durchgeht. Das kann und darf nicht nochmal passieren.“ Nur unter dieser Bedingung stimme ihre Partei zu, so Jacobs-Emeis. Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke sagte, dass die 30 Prozent in diesem Fall zwar deutlich verfehlt seien. Angesichts des Verfahrens und der mehrjährigen Dauer hätten sich die Grünen jedoch entschlossen, trotzdem zuzustimmen. „So etwas gehört auch zum Vertrauensschutz, den ein potenzieller Bauherr haben muss.“

Der Seniorenbeirat sprang ebenfalls auf das Thema an und gab dem Rat drei Punkte mit auf den Weg, formuliert als Bitte, nicht als Antrag, so Vorsitzender Bruno Helms. Demnach möge die Stadt beim Abschluss des städtebaulichen Vertrags darauf hinwirken, dass Wedeler bei Erstbelegung der Sozialwohnungen bevorzugt werden. Diese Erstbelegung möge der Investor in enger Zusammenarbeit mit dem Wedeler Sozialamt vornehmen. Zudem solle die Stadt alle Möglichkeiten nutzen, den Anteil der Wohnungen im ersten Förderweg zu erhöhen. Dafür beträgt aktuell die Anfangs-Netto-Kaltmiete 5,80 Euro pro Quadratmeter. Beim zweiten Förderweg sind es sieben Euro.

Wie berichtet sind 14 zweigeschossige Mehrfamilienhäuser plus Staffelgeschoss mit insgesamt 133 Wohnungen geplant. Etwa die Hälfte sollen als Eigentumswohnungen verkauft werden. Daneben entstehen zwei Doppelhäuser und drei Reihenhäuser.

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