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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:45 Uhr

B 431: Jetzt schaltet sich Ramsauer ein

vom

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Rissen/Wedel | Der Verkehr zwischen Hamburg und Wedel: Nun ruft er auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf den Plan. Nach Angaben der Bürgerinitiative (BI) Verkehrsberuhigung im Hamburger Westen kommt der Minister am 8. August nach Rissen, um sich vor Ort einen Eindruck über die Verkehrssituation zu verschaffen. Zudem kündigte die BI weitere Aktionen an, um ihr Anliegen durchzusetzen.

Die BI pocht unter anderem auf die Canyon-Verlängerung am Adebarweg entlang zur Industriestraße in Wedel. Die Verlegung der B 431 ist Bundessache und muss vom jeweiligen Bundesland für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) angemeldet werden. Bei dem Dokument handelt es sich um ein Rahmenprogramm und Planungsinstrument. Es hat jedoch keinen verbindlichen Charakter. Viele Projekte, die darin enthalten sind, können aber aufgrund knapper Kassen nicht realisiert werden. So steht beispielsweise Wedels Altstadtumfahrung seit Jahren im BVWP, ohne dass das Projekt angeschoben wurde.

Derzeit schmieden Bund und Länder an dem BVWP 2015. Die Rolandstadt hat bei Schleswig-Holsteins Landesregierung dafür plädiert, die B 431-Verlegung anzumelden. Allerdings ließ Bürgermeister Niels Schmidt auch keinen Zweifel daran, wo in Wedel der "vordringlicher Bedarf" liegt. Nämlich in der Nordumfahrung. Eine Entscheidung ist noch nicht bekannt.

Die Hamburgische Bürgerschaft hatte beschlossen, die Rissener Ortsumgehung nicht in den Bundesverkehrswegeplan anzumelden. Die BI wirft der SPD eine Verweigerungshaltung vor. Der Senat wolle nicht einsehen, dass Rissens Wohnstraße "unerträglich stark belastet werden", beklagt Sprecherin Bettina Wehner-Wöbbeking. Die Anwohner fürchten, dass sich der Verkehr mit Bau von Gas- und Dampfturbinenkraftwerk sowie BusinessPark deutlich verstärken wird. Sie rechnen mit zirka 10 000 Fahrten Pendlerverkehr täglich.

Anne Krischok, SPD-Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft aus dem Walkreis Blankenese, wehrt die Vorwürfe ab. "Nur Projekte im vordringlichsten Bedarf sollten im BVWP angemeldet werden. Der Schwerpunkt liegt auf Instandsetzung und Sanierung - und nicht mehr beim Neubau. Vorrang haben überlastete Bundesautobahnen, wie zum Beispiel in Hamburg die A 7. Die Projekte sollen zudem aus Perspektive des Bundesverkehrsministerium eine überregionale Ausstrahlung haben: Das ist für eine 1,5 Kilometer lange Ortsumgehung einfach nicht der Fall."

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