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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. Dezember 2017 | 08:42 Uhr

B 431: ADFC fordert klare Linie für Radfahrer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Angesichts Polizeikontrollen: Mangelhafte Verkehrsführung in der Kritik

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Die B 431 zwischen Bahnhof und Mühlenteich: Schon zweimal innerhalb weniger Wochen hat die Polizei in diesem Bereich gezielt Radfahrer ins Visier genommen. Verstärkte Kontrollen mit Ansage– angesichts vieler Unfälle mit Zweiradfahrern in 2013, wie es seitens der Ordnungshüter als Kommentar zur jüngsten Unfallstatistik hieß. Gut so, sagt Wedels ADFC-Sprecher Arne Meier – zumindest im Prinzip. „Wir befürworten es generell ausdrücklich, dass die Polizei kontrolliert. Das ist lange viel zu kurz gekommen“, sagt Meier. Allerdings schiebt er ein dickes einschränkendes „Aber“ nach. Seine Einschätzung: Bevor in diesem Bereich kontrolliert und geahndet werden kann, müsste zunächst eine wichtige Voraussetzung geschaffen werden: Klarheit in der Radverkehrsführung. Und die sieht Meier für diesen Abschnitt der B 431 keineswegs als gegeben an. Im Gegenteil.

Kritikpunkt eins: der Radwegabschnitt von ZOB zum Mühlenteichplatz. Laut Meier war er lange Zeit verpflichtend und in beide Richtungen zu nutzen. Beides gelte nicht mehr. Restbeschilderungen und Piktogramme auf dem Asphalt jedoch sind noch aus alten Zeiten teilweise vorhanden. Prädikat: irritierend.


Bundesstraße ohne Querungsmöglichkeit


Kritikpunkt zwei: der Mühlenteichplatz selbst. Dort sei völlig unklar, wie Radfahrer wo fahren können. Entsprechende Schilder seien schlicht nicht vorhanden, die die Platzsituation klar regelten, insbesondere was die Einfahrt in den Jörg-Balack-Weg angehe.

Kritikpunkt drei: der fehlende Radweg an der Südseite. Tunlichst in beide Richtungen zu nutzen, so Meier. So wie derzeit verbotswidrig – zumindest von Menschen ab zehn Jahren – der Gehweg benutzt wird. Einfach um nicht auf der vielbefahrenen B 431 radeln zu müssen. Oder um auf dem Weg aus der Bahnhofstraße in die Schulstraße nicht zweimal die Mühlenstraße queren zu müssen.

Da liegt auch Kritikpunkt vier: die fehlende Querungsmöglichkeit zwischen Jörg-Balack-Weg / Mühlenteichplatz und Schulstraße. Lange schon fordert der ADFC dort eine Ampellösung. Status quo: Nicht einmal der Bordstein ist abgesenkt. Unverständlich für Meier, zumal diese Verbindung zu zwei Schulen führt: Grundschule Altstadt und Rist-Gymnasium. Für den ADFC ist klar: Hier ist die Stadt in der Pflicht – zumindest was die klaren Regelungen angeht.

Geht es nach Meier und seinen Mitstreitern, dann aber auch gern darüber hinaus. Bereits vor Jahren hat der ADFC nicht allein die Ampel, sondern auch Fahrradstreifen auf der Fahrbahn auf fraglichem Mühlenstraßenabschnitt ins Gespräch gebracht. Die Breite wäre da, sagt Meier – wenn auch der Parkstreifen überplant wird.

>www.adfc-wedel.de

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