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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. Oktober 2017 | 05:41 Uhr

Wedel : Auwiesen erstrahlen in Orange

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Lauf-Event bringt Spenden in Höhe von 3260 Euro.

shz.de von
erstellt am 20.Apr.2015 | 14:00 Uhr

Wedel | Nicht nur die Sonnenstrahlen, sondern auch die Teilnehmerzahl trieb gestern den Organisatoren des dritten Auwiesenlaufs die Schweißperlen auf die Stirn. Gerade einmal zehn Kinder hatten sich eingefunden, als Bürgermeister Niels Schmidt das Startzeichen für die Zweikilometer-Strecke gab. Während sich die kleinsten Teilnehmer auf ihre Runde begaben, färbte sich der Schulhof der Pestalozzischule immer mehr in Orange, der Farbe der Lauf-T-Shirts mit dem Spruch „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren“. Am Ende zählte der Wedeler Verein Glio als Veranstalter 400 Teilnehmer, die über die fünf und zehn Kilometer langen Laufstrecken starteten.

„Das ist wie jedes Jahr aufs Neue wieder unglaublich“, sagte Marcus Albrecht. Seine Schwester Martina Lehnert hatte den Lauf vor drei Jahren ins Leben gerufen, nachdem bei ihrem Bruder ein Hirntumor diagnostiziert worden war. Durch den Spendenlauf sammelte sie damals wie heute Spenden für die Deutsche Hirntumorhilfe. In diesem Jahr 1630 Euro. Die gleiche Summe kommt zudem dem ausrichtenden Verein Glio zu Gute.

„Der Wedeler Lauf ist etwas ganz Besonderes“, sagte Julia Schwarzenberger, Mitarbeiterin der Deutschen Hirntumorhilfe. Immer wieder würden Läufer die orangefarbenen T-Shirts bei Veranstaltungen tragen oder Spendenläufe organisieren. „Die Regelmäßigkeit, mit der dies mittlerweile in Wedel passiert, ist bundesweit einzigartig“, so Schwarzenberger, die selbst die Zehn-Kilometerstrecke mitlief.

Heute ist der Sport nur Mittel zum Zweck. Es steht nicht der Sieg im Vordergrund, sondern was man gemeinsam erreichen kann“, sagte Lehnert. Etwas sorgenvoll schaute sie auf ihren Bruder. Dieser war erst kurz vor Ostern erneut operiert worden, ließ es sich aber nicht nehmen, beim Start der Kinder und der Erwachsenen die ersten 50 Meter mitzulaufen. Und auch beim Zieleinlauf begleitete er einige Läufer über die Linie. Dort warteten neben den Angehörigen vor allem auch die Cheerleader des SC Rist Wedel, die jeden Läufer mit einem Sonderapplaus begrüßten.

„Obwohl heute kein Laufwetter ist, sind so viele zu uns gekommen. Das freut mich besonders“, so Lehnert. Karen Fiebiger hatte ihren zehn Jahre alten Hund „Luna“ dabei. „Mitlaufen schafft er nicht“, so Fiebiger. Doch dafür warb er mit eigenem T-Shirt für die Aktion.

Wie es beim Sport üblich ist, zählte am Ende der Sieg dann doch ein wenig. Tom Kleinikauf lief allen davon. „Ich habe gesehen, dass drei Männer vor mir waren und habe die dann überholt“, sagte der 13-Jährige. Nach fünf Kilometern führte er das Feld an. „Am Ende wollte mich jemand überholen. Da bin ich losgespurtet“, so der Nachwuchsläufer, der allen Erwachsenen davon lief. Mit Seitenstechen fiel er seiner Mutter Sonja um den Hals. „Das ist seine Bestleistung“, sagte sie. 36 Minuten hatte der 13-Jährige für die zehn Kilometer gebraucht – neun Minuten weniger als beim Förderlauf im vergangenem Jahr.

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