zur Navigation springen

Wedel : Ausstellung mit Bildern von Michaela Poser

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Verrücktes zum genauen Hinsehen - letzte Kunstausstellung des Jahres im Kulturforum.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 00:37 Uhr

Wedel | Zur Vernissage ihrer letzten Kunstausstellung des Jahres hatte das Kulturforum zu „Blickwechsel“ mit Bildern von Michaela Poser ins Rathaus Wedel ingeladen. Das Publikum der gut besuchten Veranstaltung rekrutierte sich zum großen Teil aus Malerkollegen der in Appen-Etz lebenden Künstlerin. Sie ist als Dozentin im Kunsthaus Schenefeld tätig und präsentiert in Wedel zum ersten Mal ihre seit 2014 entstandenen Bilder einer breiten Öffentlichkeit.

Zur Begrüßung der Gäste gab Stadt-Pressesprecherin Stefanie Bossen im Namen von Stadtpräsidentin Renate Palm und Bürgermeister Niels Schmidt ihrer Freude Ausdruck, dass die Wände des Rathauses nun endlich wieder mit Kunst zum Leben erweckt würden. Als Laudatorin übernahm Ursula Wientapper, Vorsitzende des Schenefelder Kunstkreises, die Würdigung der Künstlerin und gab mit illustren Worten dem Publikum Einblicke in die Schaffenswelt der 1967 geborenen Würzburgerin.

Der Zufall der Liebe habe sie in Norddeutschland stranden lassen, wo sie ihr Zeichentalent zur Malerei geführt habe. Erste Erfahrungen mit Acrylmalerei sammelte Poser in Kursen des Schenefelder Kunsthauses, die sie auf den Hamburger Dom und ins Schanzenviertel führten. Dort entstanden kleinformatige Leinwandwerke mit Szenen aus dem urbanen Leben. Größere Formate mit Momentaufnahme des Ottensener Straßenalltags folgten.

Bilder im Kopf

„Ich sammele Bilder im Kopf und lasse sie in mir reifen“, beschreibt Poser ihre Vorgehensweise im kreativen Prozess, „um sie dann auf der Leinwand neu entstehen zu lassen.“ Dabei komme oft Skurriles, Verrücktes und immer wieder Komisches heraus, erklärt Wientapper. Das verwundere den Betrachter und veranlasse ihn, sich Details genauer anzuschauen. Sie möchte zum Nachdenken anregen, sagt Poser dazu selbstbewusst und bekennt, besonders von der Leipziger Schule um Arno Rink und Neo Rauch inspiriert zu sein.

Laudatorin Ursula Wientapper (l.) und Malerin Michaela Poser vor dem Bild „Der verlorene Garten“. (Foto: HUB)
Laudatorin Ursula Wientapper (l.) und Malerin Michaela Poser vor dem Bild „Der verlorene Garten“. (Foto: HUB)

„Ihre Bilder strotzen nur so voller Ironie“, urteilte Kunsthaus-Leiterin Marianne Elliott-Schmitz über das Schaffenswerk ihrer Schülerin und fügte hinzu, dass viele der Bilder sich ins Surreale bewegten. Besonders die drei Exponate der in Grau gehaltenen Leipzig-Reihe hatten es den meisten der Vernissage-Besucher angetan. „Das Bild würde ich mir sofort ins Wohnzimmer hängen“, sagte Jürgen Voegt spontan begeistert.

„Wir freuen uns über diese gelungene Ausstellung“, sagte Kulturforum-Leiterin Monika Dohmen. Für sie ist diese Veranstaltung jedoch noch nicht der Abschluss des Jahres. Am 2. Dezember wird zünftig das 40-  jährige Bestehen des Kunstvereins gefeiert und am Nikolaustag verabschiedet sich das Kulturforum mit einer weihnachtlichen Lesung mit Marek Erhardt ins nächste Jahr.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen