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Ein großes Treffen der Kulturen : Auftaktveranstaltung zu den Interkulturellen Wochen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Buntes Dinner“ auf dem Rathausplatz mit 200 Besuchern. Bürgermeister betont, dass die Stadt, wie viele andere Kommunen auch, angesichts der Flüchtlingswelle vor einer großen Herausforderung stehe.

Wedel | „Wir freuen uns, dass so viele Menschen gekommen sind. Heute wird es nicht nur bunt, sondern auch laut.“ Pastorin Susanne Huchzermeier-Bock von der evangelischen Kirchengemeinde Wedel strahlte über das ganze Gesicht. Etwa 200 Besucher zählte die Initiatorin des „Bunten Dinners“ am Wochenende auf dem Wedeler Rathausplatz. „Wir wollen mit der Veranstaltung ein öffentliches Zeichen für kulturelle Verbundenheit setzen und die Möglichkeit geben, andere Menschen kennenzulernen“, sagte die Geistliche zur Begrüßung.

Das „Bunte Dinner“, das ein Arbeitskreis aus mehreren Organisationen aus der Rolandstadt organisiert hatte, bildete gleichzeitig den Auftakt zu den Interkulturellen Wochen, die bis zum 3. Oktober andauern. Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos), Schirmherr des Dinners, betonte, dass die Stadt, wie viele andere Kommunen auch, angesichts der Flüchtlingswelle vor einer großen Herausforderung stehe. „Wir wollen alle helfen und den Menschen ein guter Gastgeber sein“, betonte der Rathauschef. Wichtig für eine gute Integration sei jedoch, dass die Flüchtlinge die deutsche Sprache lernten und die Werte der Gesellschaft respektierten.

Fast alle Besucher hatten kulinarische Spezialitäten aus ihren Heimatländern mitgebracht: türkisches Fladenbrot, Obstsalat auf thailändische Art, persische Teigtaschen und andere Köstlichkeiten. Schmidt kam mit einer Schüssel voller Frikadellen. „Die hat allerdings meine Frau zubereitet“, verriet der Bürgermeister. In geselliger Runde wurden die Speisen probiert und dabei neue Kontakte geknüpft.

Info-Tafel gemeinsam enthüllt

Für die musikalische Umrahmung des Fests sorgten unter anderen der Kinderchor des Stadtteilzentrums „mittendrin“ unter der Leitung von Nancy Gomez, Sängerin Katja Kaye, die Perkussionisten Nelson aus El Salvador und Mustafa aus Afghanistan sowie die Jazzcombo „Elbsound Five“.

Irmgard Jasker vom Arbeitskreis gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit enthüllte gemeinsam mit dem Bürgermeister eine Tafel mit Informationen über den „Engel der Kulturen“. Vor einem Jahr hatte das Kölner Künstlerpaar Gregor Merten und Carmen Dietrich die Skulptur als Bodenbild in den Wedeler Rathausplatz gelegt. Der „Engel der Kulturen“ steht als Symbol für die Verbundenheit der Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam und ihrer Kulturkreise sowie für Offenheit, gegenseitigen Respekt und ein friedliches Zusammenleben. Jasker überreichte zudem an Schmidt sowie an Stadtpräsidentin Renate Palm (WSI) je einen Bilderrahmen mit Fotos von der Feier anlässlich des 25. Jahrestags der Auszeichnung Wedels als weltoffene Gemeinde.

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erstellt am 14.Sep.2015 | 10:00 Uhr

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