Aufschwung für Wedels Spielplätze

Ausgesucht: So wie in der Rotdornstraße sollten die neuen Matschanlagen sein, sagten die Altstadtschüler.
Ausgesucht: So wie in der Rotdornstraße sollten die neuen Matschanlagen sein, sagten die Altstadtschüler.

Zwei neue Wassermatschanlagen für Anne-Frank-Weg und Gärtnerstraße / Paten starten mit ersten Aktionen in die Saison

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21. März 2018, 16:00 Uhr

Sind Wedels Spielplätze bereits gerettet? Die elf Paten, die sich im vergangenen Jahr für eine Betreuung und Belebung einzelner Anlagen gemeldet haben, starten jedenfalls voller Elan in die Saison. Auf dem Spielplatz im Bürgerpark ist ein Ostereiersuchen geplant. Und auch in der Moorwegsiedlung geht die Action los: Gleich mehrere Plätze sind dort in eine groß angelegte Rallye einbezogen.

Unter dem Eindruck eines klaffenden Haushaltslochs und der Maßgabe, Einsparmöglichkeiten zu suchen, hatte vor knapp zwei Jahren die Politik die Verwaltung aufgefordert, die Spielplatzsituation in Wedel zu untersuchen. Sieben von insgesamt 45 Anlagen landeten Ende 2016 auf einer sogenannten roten Liste. Sie würden wenig frequentiert und könnten zurückgebaut werden, lautete das Urteil. Doch so schnell ging es dann doch nicht. Die Eltern protestierten und auch die Politik ging noch einmal in innere Klausur. Mit der Idee von Patenschaften sollten die Spielplätze an Attraktivität gewinnen, um möglicherweise doch noch gerettet werden zu können.

Für fünf der gefährdeten Spielplätze haben sich Betreuer gemeldet: Das sind die Anlagen im Egenbüttelweg, im Hainbuchenweg, im Rebhuhnweg, im Wiedkamp und der Bolzplatz Im Grund. Der Platz Pferdekoppelweg ist bereits während der laufenden Diskussion aus der Liste gestrichen worden. Nur der Spielplatz an der Reepschlägerstraße steht zurzeit immer noch ohne Paten da. Das nahe gelegene Reepschlägerhaus sieht sich nicht in der Lage, eine Verantwortung für den Platz zu übernehmen. Da aber laut Auskunft der Stadt sowohl der Besuch dort nach wie vor dürftig sei, als auch die Elterninitiative keine Handlungsmöglichkeit mehr sehe, müsse womöglich hier ein Rückbau ins Auge gefasst werden. Im September stehe das Thema Spielplätze im Fachausschuss wieder auf der Tagesordnung, sagt Stadtpressesprecher Sven Kamin.

Währenddessen laufen Inventurmaßnahmen auf anderen Spielplätzen der Stadt auf Hochtouren. Am Anne-Frank-Weg und an der Gärtnerstraße werden gerade zwei neue Wassermatschanlagen installiert. Die alten waren morsch und marode. Weil die beiden Plätze im Einzugsgebiet der Altstadtschule liegen, hat die Stadt vor der Planung die dortigen Mädchen und Jungen nach ihren Wünschen befragt. Die Schüler entschieden sich mehrheitlich für eine steinerne Variante in Spiralform wie sie bereits in der Rotdornstraße zur Verfügung steht.

Mitte Mai sollen laut Kamin die neuen Matschhügel fertiggestellt sein. Sie enthalten zudem ein Wasserbecken mit einer archimedischen Schraube, mit Hilfe derer Wasser nach oben befördert werden kann. Eine spielerische Erfahrung physikalischer Prinzipien, so der Pressesprecher. Die Kosten für die neuen Wassermatschanlagen betragen jeweils knapp 10 000 Euro.

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