Auf „Shake-Speares“ Spuren

Ein weiteres Buch soll die Reihe von Barbara Werther vervollständigen.
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Ein weiteres Buch soll die Reihe von Barbara Werther vervollständigen.

Barbara Werther präsentiert ihr drittes Buch: Komödien des berühmten britischen Schriftstellers William Shakespeare

shz.de von
17. April 2014, 16:00 Uhr

„Edward de Vere, der 17. Earl of Oxford wird fast so häufig rezitiert wie die Bibel“, sagt Barbara Werther. Sie haben noch nie von dem Earl gehört? Das ist kein Wunder, denn der „Verfasser von 36 Theaterstücken“, so Werther, ist besser als William Shakespeare bekannt. „Als Adliger durfte de Vere nur Gedichte unter seinem Namen veröffentlichen, Theaterstücke nicht“, sagt die Rissenerin. „Deswegen schrieb er unter dem Pseudonym Shake-Speare.“ Das bedeute Speer-Schwinger, erklärt Werther. Sie ist Shakespeare-Profi, veröffentlicht jetzt ihr drittes Buch überden Briten, dessen wahre Identität bis heute umstritten ist.


Anspruchsvolle Komödien


Werther möchte, dass mehr Menschen von der vermeintlich wahren Identität des Schriftstellers erfahren. „Es war nicht der Mann aus Stratford-upon-Avon, der konnte gar nicht lesen und schreiben“, sagt sie. Zufall sei es, dass dieser Mann ähnlich hieß, „Will Shaksper“. Wer nun genau hinter dem Namen steckt ist jedoch in dem neuen Buch zweitrangig. Vor allem geht es um die Komödien des Autors: In „Shake-Speare’s Komödien“ werden Handlungen, Zitate und Hintergründe von Stücken wie „Was ihr wollt“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Viel Lärm um nichts“ erläutert. Inhaltsangaben und Zitate – im originalen Altenglisch, in der bekannten, traditionellen als auch in einer modernen Übersetzung von Frank Günther – werden präsentiert. Dazu gibt es jeweils informative Hintergründe. „Shakespeares Komödien sind nicht nur reine Boulevardkomödien – sie sind viel anspruchsvoller“, sagt die Autorin. Wer sich für die Stücke von Shakespeare interessiert, aber noch nicht wisse, welches er lesen wolle, dem helfe das Buch beim Entscheiden, so Werther. Ein dreiviertel Jahr arbeitete sie an dem neuen, 92-Seiten umfassenden Werk.

Bislang sind zudem die Titel „Schlag nach bei Shakespeare“ und „Shakes-Peare’s Königsdramen der englischen Geschichte“ erschienen. Am Ende soll es eine Tetralogie werden, um diese zu vervollständigen nimmt Werther als nächstes die „Romanzen und Problemstücke“ in Angriff.

Am Mittwoch, 23. April, wird Werther um 19.30 Uhr beim Kulturverein Holm über die Urheberschaft von William Shakespeare sprechen und ihr neues Buch vorstellen.Wer das Buch kaufen möchte wendet sich an Werther. Telefonisch unter (0 40) 44 18 33 36 oder per E-Mail an weba21@t-online.de. Alle Titel sind für neun Euro erhältlich, hinzu kommt ein Euro Versand.

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