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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. August 2017 | 15:07 Uhr

Wedel : Auf Elternberatung konzentrieren

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Sozialpädagogische Arbeit der Kitas soll gezielter eingesetzt werden. Städtische Mittel werden ab 1. August um 50 Prozent gekürzt.

Der Rotstift machte auch vor den Wedeler Kitas nicht halt. Wegen sinkender Steuereinnahmen beschloss der Bildungsausschuss am 3. Dezember, die Mittel für die sozialpädagogische Arbeit in Kitas um 50 Prozent zu kürzen. Wie die Sparmaßnahmen genau aussehen sollen, stellt die Verwaltung nun in einer Vorlage für die Sitzung des Ausschusses am Mittwoch dar.

Die Kürzungen sollen ab dem kommenden Kitajahr greifen. Das beginnt am 1. August. Für das Jahr 2015 stehen daher noch 78  000 Euro für sozialpädagogische Arbeit im Haushalt, ab 2016 sollen es nur noch 50.000 Euro sein. Um das Geld dennoch sinnvoll zu investieren, soll das Konzept sozialpädagogische Arbeit genauer definiert werden. „In der Vergangenheit haben die Einrichtungen beispielsweise auch offene Themenabende abgehalten und Eltern über Ernährung beraten“, erklärt Beate Milbrecht vom Fachdienst Bildung. Das soll ab dem 1. August anders werden. Zukünftig sollen sich die Kitas auf die konkrete Einzelfallberatung konzentrieren. Mit dem Geld der Stadt sollen Sprechstunden bezahlt werden, in denen sich Eltern Hilfe bei der Erziehung holen können.

Verwendung der Gelder wird genauer geprüft

Um den Kontakt zu den Eltern herzustellen, wird weiterhin Geld für so genannte Elterncafés zur Verfügung gestellt. Allerdings maximal eine Stunde pro Monat und Einrichtung. Auch die Verwendung der Mittel soll künftig genauer überprüft werden. Die Kitas sollen das Geld ab dem Jahr 2016 bis zum 31. Dezember des Vorjahres schriftlich beantragen. Wird das Geld doch nicht ausgegeben, ist die Stadt darüber sofort in Kenntnis zu setzen. Ein Grund dafür ist, dass Kitas in ihrem Antrag auch um eine höhere Summe bitten können. Ist noch Geld im gemeinsamen Topf übrig, wird es so verteilt. Burkhard Springer, Leiter des Fachdienstes Bildung: „Von den 16 Einrichtungen die berechtigt wären, rufen nicht alle die Mittel ab.“

Seit dem Jahr 2011 förderte die Stadt Wedel die sozialpädagogische Arbeit an den Kitas jährlich mit zirka 100  000 Euro. Im Zuge der Sparmaßnahmen schlug die Verwaltung ursprünglich vor, die – rein freiwillige – Leistung der Stadt vollständig zu streichen. Die Kreiselternvertretung protestierte. Schließlich kürzte der Ausschuss nur 50  000 Euro.

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erstellt am 02.Feb.2015 | 12:16 Uhr

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