Auf der Suche nach neuem Amts-Namen

 Amtsdirektor Rainer Jürgensen ist gespannt auf das Ergebnis der Umfrage, welchen Namen Bürger und Mitarbeiter auf dem Schild vor dem Amtshaus Moorrege sehen wollen.
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Amtsdirektor Rainer Jürgensen ist gespannt auf das Ergebnis der Umfrage, welchen Namen Bürger und Mitarbeiter auf dem Schild vor dem Amtshaus Moorrege sehen wollen.

Wettbewerb Einwohner dürfen mitgestalten

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16. Juli 2016, 16:00 Uhr

Das Amt Haseldorf wird zum 1. Januar 2017 Geschichte sein. Wird zeitgleich auch der Name des Amts Moorrege verschwinden? Eine Umfrage bei Bürgern und Behördenmitarbeitern soll zeigen, ob der Name nach dem Zusammenschluss der sieben zum Amt Moorrege gehörenden Gemeinden mit den Kommunen Haseldorf, Haselau und Hetlingen unter dem Dach des seit 1954 bestehenden Amts noch zeitgemäß ist. Dazu wurde jetzt ein Wettbewerb ausgeschrieben.

Der Amtsausschuss hatte in seiner Sitzung am 6. Juli beschlossen, den Namen zu überdenken. Zur Namensfindung wurde ein Wettbewerb beschlossen. Amtsdirektor Rainer Jürgensen, Amtsvorsteher Walter Rißler (CDU), der auch Bürgermeister von Holm ist, und Hauptausschusschef Jürgen Neumann (CDU), Bürgermeister von Heist, haben die Kriterien für den Wettbewerb festgelegt.

Pate der Idee ist der Vorsitzende des Hetlinger Kinder- und Jugendbeirats Julius Körner (Foto). Er hatte in der Beiratssitzung am 29. Februar die Auflösung des Amts Haseldorf begrüßt, aber auch festgestellt, man könne sich als Hetlinger mit der Bezeichnung „Amt Moorrege“ nicht identifizieren. Also müsse ein neuer Name her, so seine Forderung. Das sieht Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) anders: Der Name existiere seit 1954. „Es gibt keinen Grund, ihn jetzt zu verändern“, meint er.

Die Verwaltungsgemeinschaft bestand ursprünglich aus den Dörfern Moorrege, dort ist auch der Amtssitz, Holm, Heist, Heidgraben, Groß Nordende und Neuendeich. Appen gab zum 1. Juli 2006 seine Amtsfreiheit auf und schloss sich an. Seitdem gibt es auch dort einen ehrenamtlichen Bürgermeister. Identifikations-Probleme wurden übrigens bisher nicht geäußert.

Der Namensvorschlag, der von den Mitgliedern des Amtsausschusses angenommen wird, ist mit 200 Euro prämiert. Sollten mehrere Personen die gleiche Idee haben, wird das Geld unter ihnen aufgeteilt.

Die endgültige Entscheidung über den Namen wird übrigens in Kiel gefällt – und zwar vom Innenminister. Das allerdings nur, sollte ein anderer Name als der traditionelle den Sieg einfahren.

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