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Wedel-Schulauer Tageblatt

27. Juni 2017 | 07:31 Uhr

Auch die Tafel muss Essen entsorgen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jahreshauptversammlung 2016 wurden vom Verein rund 46 000 Euro eingenommen und etwa 51 000 Euro ausgegeben

Jule Koopmann von der Gebrüder-Humboldt-Schule (GSH) hatte sich vor die Leergutannahme bei Edeka Paulsen in Holm postiert und um Pfand Bons gebeten. 343,94 Euro kamen dabei zusammen. Die stiftete die Schülerin jetzt der Wedeler Tafel. Die Spendenübergabe an Vizechefin Andrea Kohne war erster beklatschter Höhepunkt zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Vereins.

Tafel-Vorsitzende Karin Kost begrüßte 45 Mitglieder. Bürgermeister Niels Schmidt überbrachte Grüße der Verwaltung und des Jugend- und Sozial-Ausschusses. Von der Diakonie war Hüseyin Inak gekommen, um sich im Namen der in Wedel lebenden Flüchtlinge für die unschätzbare Unterstützung zu bedanken.

Knapp 100 ehrenamtliche Mitarbeiter hat die Tafel, berichtete Kost in ihrem Jahresrückblick. 485 Familien mit bis zu elf Angehörigen waren im Berichtsjahr als Empfänger registriert. 18  400 „Tüten“, umgerechnet 64 Tonnen Lebensmittel, seien ausgegeben worden.

Kost bedauerte, dass immer wieder nicht ausgegebene und verdorbene Lebensmittel entsorgt werden müssen, dreieinhalb Tonnen kostenpflichtiger Bio-Abfall pro Woche. Wegen seines Gesundheitszustandes sehe sich Harald „Macke“ Schlüter nicht mehr in der Lage, seine Centboxen zu verwalten, teilte Kost mit. Die Betreuung dieser Sammelbüchsen, die sich neben den Kassen in vielen Wedeler Geschäften befinden, haben nun Beate und Hans Müller übernommen.

Claudia Bakan gab ihren letzten Kassenbericht. Sie stelle sich zwar nicht zur Wiederwahl, bleibe der Tafel als Mitarbeiterin aber erhalten, versicherte sie. Sie hinterließ nach zehn Jahren im Amt eine gut geführte Kasse, auch wenn sie sich mit zeitgemäßen Computerprogrammen nie anfreunden konnte, attestierte ihr die Kassenprüfung. 2016 wurden rund 46  000 Euro eingenommen (davon etwa 32  000 Euro an Spenden) und rund 51  000 Euro ausgegeben. Größter Batzen war hier der Umzug mit rund 20  000 Euro.

Einige Wahlen standen an. Für die ausscheidende Bakan wurde Gerhard Pletzer als Kassenwart in den Vorstand geschickt. Andrea Kohne bleibt Zweite Vorsitzende. Die Zahl der Beisitzer wurde durch die anwesenden Mitglieder auf vier erhöht.

 

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