Haselau : Atmosphärische Kulturnacht

Höhepunkt war die Lesung der Rellinger Schriftstellerin Aurelia L. Porter.
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Höhepunkt war die Lesung der Rellinger Schriftstellerin Aurelia L. Porter.

Während der ersten Kulturnacht in Haselau haben die Galerie Cavissamba, die Galerie 49 und das Heimatmuseum ihre Türen geöffnet.

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28. Juli 2014, 16:00 Uhr

Haselau | In der Ferne blökt ein Schaf. Grillen zirpen. Kerzen und Feuerschalen erhellen die Dunkelheit. Im Hintergrund als Silhouette die Kirche. Die Gedanken sind im viktorianischen England. Atmosphärischer Höhepunkt der ersten „Kleinen Kulturnacht“ Haselaus war die Lesung von Aurelia L. Porter im Garten der Galerie Cavissamba.

Porter gab aus ihrem mystisch-historischen Roman „Nicholas zwischen den Welten“ prägnante Textstellen zum Besten und gab kurze Erläuterungen zum Hintergrund der Familiengeschichte, die sich im England des 19. Jahrhunderts abspielt. Es war die erste Lesung im Garten der Galerie, für die sich Galeristin Leni Rieke mit ihrem Vater Rudi besonders Mühe gegeben hatten. Neben der Dekoration mit Lichterketten und Kerzenständern gab es ein kleines Büfett mit Stockbrotteig, den die Gäste mit Weidenstöcken am Feuer rösten konnten.

Auf Riekes Anregung hin waren zuvor Brigitte Hirtes Galerie 49, fast nebenan, und das Haselauer Heimatmuseum, bloß 300 Meter entfernt, ebenfalls geöffnet worden – zusammen bildeten sie die erste „Kleine Kulturnacht“. In Hirtes Galerie konnte Kunst im Rohzustand begutachtet werden. Zeitungen waren unter den Staffeleien ausgelegt, an denen die Hamburger Künstlerin Bettina Bick drei Stunden zuvor ihren Kunstkursus begonnen hatte. Farbtuben, Pinsel und Farbtests lagen auf dem Tisch der sonst so aufgeräumten Galerie. Als der Acryl-Malerei Kurs geplant worden war, war von der Kulturnacht noch keine Rede gewesen. Mit Freude gaben Bick und ihre Kursteilnehmer nun einen Einblick in den Entstehungsprozess. Nach eineinhalb Stunden war Beata Hasselwandas Motiv schon deutlich auf der Leinwand zu erkennen: zwei Schafe. Zu sehen waren außerdem einige Bilder von Bicks eigentlich schon beendeter Ausstellung „Inzwischen das Licht“ mit Figürlichem und Landschaften. Zudem eine Handvoll Bilder aus dem Fundus der Galerie.

In den beiden Häusern des Heimatmuseums betreuten der Vereinsvorsitzende Dieter Günther und seine Frau Tamara Besucher. Die Haselauer Schriftstellerin Leonie Lastella hatte ein Autorentischchen eingerichtet. Für die Heistmerin Magrit Cornils signierte sie ihren Roman „In Licht und Dunkelheit“. Cornils Terminkritik für die Organisatoren: „In den Schulferien ist die Veranstaltung nicht ideal.“ Mit der Resonanz der ersten Kulturnacht war der Museumschef Günther zufrieden. Ein paar Besucher – das sei ein erster kleiner Anfang. Wünschen würde er sich eine groß angelegte Kulturveranstaltung mit allen Kulturtreibenden des Dorfes, am besten mit der Kirche als Mittelpunkt.

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