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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. August 2017 | 15:15 Uhr

Wedel : Applaus für die Ostmolen-Pläne

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Grüne Böschung, Terrasse mit Sitzstufen, Gastro-Fläche und Promenade auf zwei Ebenen geplant. Baubeginn soll 2017 sein.

Wedel | Das sind mal Visionen, die richtig gut ankamen: Durchweg positiv war das Echo der Politik auf die Pläne, die Vertreter von BOS Architekten, Ramboll IMS Ingenieurgesellschaft sowie das Landschaftsarchitektenbüro Breimann und Bruun für die Gestaltung der Ostmole des Schulauer Hafens vorstellten.

Zentrales Element ist ein grüner Hang, der den starken Höhenniveau-Unterschied von Schulauer Straße und Hafenkante überbrückt. Eine Spiegelung der Situation an der Westmole und zugleich ein Kniff, der es erlaubt, sowohl auf Höhe des Becken- als auch des Stadtrands eine Promenade zu schaffen. Verbunden durch Rampen, um einen barrierefreien Zugang zu sichern.

Um Sicht- und Wegebeziehungen herzustellen, soll dabei die Flutschutzmauer am Strandweg und in Verlängerung der Hafenstraßen durchbrochen werden. Zudem ist von innen eine teilweise Verblendung mit Sitzelementen und Grün geplant. Während die grüne Böschung Baumbepflanzung im nördlichen Bereich zur Ruhezone wird, geht sie im Süden über in eine Hafenterrasse mit Treppen- und Sitzstufen sowie einen Hafenplatz. Im Terrassenbereich ist zudem eine Fläche für Gastronomie vorgesehen, die bereits für einen möglichen späteren Ausbau erschlossen wird.

Foto: PT

Was das Hafenmeisterhaus angeht: Dies soll erhalten bleiben und von den Stufen umspielt werden. Der rückwärtige WC-Trakt dagegen wird nach den Plänen der Architekten abgerissen. Dafür wird ein WC-Häuschen bei der Gastro-Fläche am Flutmauer-Versprung gebaut.

„Ein toller Entwurf. Wenn wir sicherstellen können, dass wir ihn umsetzen können, ohne uns finanziell zu ruinieren, kommen wir einen großen Schritt weiter mit der Maritimen Meile“, urteilte Martin Schumacher (FDP). Beifall gab’s ebenso von WSI, Grünen und der CDU. Auch Manfred Eichhorn (SPD) lobte die Pläne und die überraschende Idee der begrünten Aufschüttung. Er warf dabei die Frage auf, ob die Realisierung angesichts der relativ schlichten Böschungslösung günstiger als geplant werden könne. Bauamtschef Klaus Lieberknecht bezweifelte dies angesichts der Durchbrüche und Sicherungsmöglichkeiten der Flutschutzmauer. Mit seinen mehr als 30 Jahren müsse der Bau zudem hinsichtlich möglichen Sanierungsbedarfs untersucht werden.

Die Stadt kalkuliert 6,5 Millionen Euro für Promenadengestaltung inklusive Sanierung des Hafenmeisterhauses. Diese Maßnahme wird im Zuge der Städtebauförderung zum überwiegenden Teil über Zuschüsse getragen. Ziel sei ein Baubeginn im kommenden Jahr, so Lieberknecht.

 

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erstellt am 14.Apr.2016 | 13:00 Uhr

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