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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. November 2017 | 02:56 Uhr

Antrag auf Nachtarbeit am Düker

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Knapp 25 Interessierte ließen sich von der Gasunie Deutschland über den Fortschritt des Pipelinebaus bei Hetlingen informieren

Offensive Informationspolitik ist beim Bau des Elbe-Dükers Programm. Am Montagabend nahmen etwa 25 Interessierte an der dritten öffentlichen Info-Veranstaltung des Betreibers Gasunie Deutschland in der Hetlinger Feuerwache teil. Bisher läuft aus Hetlinger Sicht offenbar alles reibungslos – die von Gasunie eingerichtete Beschwerde-Hotline wurde noch nie angewählt, lautete die Antwort auf die Frage dieser Zeitung. Engmaschig das Abstimmungsverfahren mit Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU): In etwa vierwöchigem Rhythmus gibt es Baubesprechungen.


Lärmschutzmessung ergab keine Belastung


Ob es weiterhin ruhig und das Dorf von Baulärm verschont bleibt – einige Zuhörer hatten Bedenken. Denn Gasunie hat für den ab Mitte Mai geplanten Rohrvortrieb einen Antrag auf Nachtarbeit gestellt, wie Montagabend mitgeteilt wurde. Nächtliche Sommerhitze und ungestörter Schlaf bei offenen Fenstern – ist das in diesem Jahr nicht möglich? „Wir müssen uns an die Normen des Lärmschutzes halten“, lautete die Antwort aus der Reihe der Gasunie-Fachleute. Dabei werden die Hetlinger dann auch von laichenden Fröschen und der reichhaltigen Vogelwelt am Elbufer profitieren. Denn aus ökologischen Gründen sei, so ein Gasunie-Sprecher, der Lärm besonders zu reduzieren. Vor vier Wochen seien bei den Spundwandarbeiten Lärmschutzmessungen durchgeführt worden – im Dorf sei nichts mehr zu hören gewesen. Nun seien die Arbeiten sogar unter Tage.

Aus reiner Vorsicht soll sogar ein Wall aufgeschüttet werden. „Das ist ein zusätzlicher Service“, sagte Sprecher Philipp von Bergmann-Korn. Ziel der Düker-Bauer ist es, schnellstmöglichst fertig zu werden. „Wir wollen keine Dauerbaustelle daraus machen“, hieß es von den Experten.

In der ersten Maiwoche soll der Bohrkopf nachts per Schwerlasttransport mit Hilfe von drei bis vier Lkw geliefert werden. Dafür werden Anwohner kurzfristig Unannehmlichkeiten haben: Es gibt Parkverbote.

Für Kühlwasser-Gewinnung werden Brunnen gebohrt. Maximal 150 Kubikmeter Wasser werden täglich entnommen. Grundwasserabsenkung soll damit nicht verbunden sein. Die Kontrollen sind scharf: Es wird ein tägliches Wasserbuch geführt, das wöchentlich bei der Kreisverwaltung eingereicht werden muss.

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