„Klingt sehr nach Masche” : Angebliche Handwerker aus Wedel nehmen 83-jährige Rissenerin aus

Die bestellten Handwerker sollten verschiedene Arbeiten ausführen.

Die bestellten Handwerker sollten verschiedene Arbeiten ausführen.

Die Täter erschlichen sich zunächst der Vertrauen der Seniorin und begannen dann ihren Diebeszug.

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19. September 2019, 13:00 Uhr

Rissen/Wedel | Die beauftragten Garten-, Dach-, Balkon- und Reinigungsarbeiten hatten die beiden Handwerker, angeblich Vater und Sohn, gemäß Vereinbarung erledigt. Am Mittwoch, 11. September, kamen sie erneut in die Wedeler Landstraße, um Nacharbeiten durchzuführen. Als sie gingen, waren alle Belege sowie ein niedriger vierstelliger Bargeldbetrag einer 83-jährigen Rissenerin verschwunden.

Rechnungsbetrag macht stutzig

„Der Betrag kann gar nicht angehen“, sagte Rissens Stadtteilpolizist Sven Wendt über den Rechnungsbetrag, den die vermeintlichen Handwerker für ihre Leistungen verlangt haben. „Im Nachhinein klingt es sehr nach Masche“, erläuterte Wendt.

Als die beiden für die Nacharbeiten wiederkamen, verwickelte der ältere der beiden vermeintlichen Diebe die Rissenerin in ein Gespräch im Garten. Der jüngere der beiden Täter erledigte seine Arbeiten im Obergeschoss alleine. „Kurz darauf verließen beide Handwerker das Grundstück“, sagt Wendt.

Wenig später stellte die 83-Jährige fest, dass sowohl aus einem Schrank ein kleiner vierstelliger Betrag als auch aus dem Arbeitszimmer sämtliche Belege und Quittungen der Firma der Handwerker entwendet worden waren. „Damit ist jeder schriftliche Beleg verschwunden“, erläuterte Wendt.

Die Dame beschreibt die Täter so: Der ältere der beiden Männer soll etwa 60 Jahre alt, 165 bis 170 Zentimeter groß sein. Er sei untersetzt, habe braune Augen und dunkelbraune kurze Haare. Der jüngere Mann sei etwa 40 Jahre alt, 170 Zentimeter groß und kräftig mit dunkelbraunen Haaren. Laut Polizei soll es sich um Deutsche gehandelt haben. Sie hätten grüne Arbeitsanzüge getragen.

Tätersuche gestaltet sich schwierig

Als Fahrzeug sei ein grüner Lkw mit der Aufschrift „Visselhövede“ genutzt worden. „Beide hatten angegeben, dass sie von einer Firma Krause in Wedel kämen. Ermittlungen ergaben keine Hinweise auf eine Firma Krause in Wedel“, sagte Wendt. Auch der Lkw und die Aufschrift führten zu keinem Ermittlungserfolg. „Ich befürchte, wir haben mal wieder dreiste Diebe, die wir nicht kriegen“, sagte Wendt.

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