Andalusische Wärme im Reepschlägerhaus

Der 'Tod am Nachmittag' sei eines ihrer Lieblingsbilder, sagt Rotraut Hesse. Bauermeister
Der "Tod am Nachmittag" sei eines ihrer Lieblingsbilder, sagt Rotraut Hesse. Bauermeister

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25. Januar 2013, 01:14 Uhr

Wedel | "Tanz der Farben und Linien" nennt sich die Ausstellung mit Bildern der Künstlerin Rotraut Hesse, die noch bis zum 23. Februar im Reepschlägerhaus (Schauenburger Straße 4) gezeigt wird. Sie zeigt Acrylmalerei, Decalkomanien und Kalligraphien.

Hesse sagt über sich: "Schon als Kind habe ich gern gezeichnet und gemalt." Doch als Kriegskind sei ihr eine Kunstlaufbahn verwehrt gewesen. Sie lernte Fremdsprachenkorrespondentin, arbeitete in einer Spedition. "Es war eine tolle Zeit", erinnert sie sich. Doch die Kunst fehlte ihr. "Zu meinem großen Glück traf ich die Grafikerin und Designerin Gisela Emmerich, die sich gerade mit einem Atelier für freie Malerei selbstständig gemacht hatte und Schüler suchte." Hesse war eine der ersten Schülerinnen und profitierte von der umfangreichen Ausbildung. So hat sie viele verschiedene Techniken von Emmerich gelernt. Nach wie vor ist sie immer noch eng mit ihr verbunden und geht regelmäßig zum Arbeiten in deren Atelier Time-4-Art. Inzwischen hat sie ihre eigenen Wege zur Malerei gefunden. Viele ihrer Werke entstehen aus Neugier: Sie probiere gern aus, sei fasziniert von den verschiedenen Maltechniken. "Ich bin kein Künstlerin, sondern eine Technikerin", sagt sie mit einem Augenzwinkern. Bei vielen ihrer Decalkomanien sei es ihr um den Prozess des Schaffens gegangen und das Experimentieren mit den verschiedenen Materialien.

Die ausgestellten Werke zeigen Hesses Liebe zum spanischen Andalusien. Warme Farben und der Geist der Region dominieren die Bilder. Wie etwa bei "Tod am Nachmittag", einer Decalkomanie eines landestypischen Stierkampfes. Oder den "Alhambra-Skizzen". "Mich fasziniert die Geschichte der Mauren", sagt sie. Egal wohin man in Andalusien schaut: "Man trifft sie überall", sagt sie.

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