Amt hofft auf Fördergeld dank Beitritt

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Mitglied in der AG Maritime Landschaft Unterelbe

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16. November 2018, 16:00 Uhr

4800 Euro Jahresbeitrag kostet die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Maritime Landschaft Unterelbe (MLU). Der Kreis Pinneberg gehört bereits dazu. Nun soll auch das Amt Geest und Marsch Südholstein (Gums) beitreten. So eine jetzt beschlossene Empfehlung des Hauptausschusses. Die Verwaltung hob in ihrer Stellungnahme hervor, das Amt sei durch seine Elblage, die Pinnau und seine Häfen „nicht unwesentlich“ geprägt. Eine gebündelte Interessenvertretung sei daher sinnvoll. Weiterhin hob die Amtsverwaltung die Unterstützung der MLU als kompetenter Ansprechpartner bei Projekten sowie als Unterstützer bei der Fördermittelsuche hervor.

Kritik kam von Dietmar Voswinkel (Foto, oben), dem Vorsitzenden der SPD Holm-Hetlingen und Holmer Gemeindevertreter. Er monierte die neue Ausgabe, während andere wichtige Projekte zur Tourismusförderung seit Jahren ergebnislos vor sich hin dümpeln. Damit meinet er die wegen Baufälligkeit gesperrte Brücke am Grünen Damm. Auch für etliche benachbarte Landwirte ein wirtschaftlicher Schaden. Die vor langer Zeit von der Gemeinde Hetlingen gebaute Brücke liege zwar auf dem Gebiet der Gemeinde Haseldorf, die deshalb für Erhalt und Sanierung allein verantwortlich sei, deren Einwohner sie aber kaum benutzen, erinnerte Haseldorfs Bürgermeister Klaus-Dieter Sellmann (Foto, BfH). Er hofft nunmehr auf bilaterale Gespräche mit den Nutznießern der Brücke, um so zu einer gerechten Verteilung der Wiederherstellungskosten zu gelangen. Mit diesem Vorgehen war die Versammlung der Bürgermeister einverstanden.

Als vorletzter öffentlicher Tagesordnungspunkt stehen seit eh und je Berichte der Bürgermeister aus ihren Gemeinden an. Das sei eine Routine, die langatmige Reden über Lapalien hervorbringe, meinte der Ausschussvorsitzende und Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann (Foto, CDU). Er empfahl deshalb, diesen Punkt ab sofort zu streichen. Was gesagt werden müsse, könne ja unter „Verschiedenes“ vorgetragen werden. Diese Neuerung wurde mit einem einstimmigen Ja begrüßt. Unter „Verschiedenes“ hatte dann niemand mehr was zu sagen.

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