Wedel : Altstadt-BI kontra Trassenvarianten

Die SPD will eine Lösung, die für alle Bürger eine deutlich reduzierte Belastung bringt.
Die SPD will eine Lösung, die für alle Bürger eine deutlich reduzierte Belastung bringt.

Die SPD zieht das Nordumfahrungs-Thema in den Rat. Die Pinneberger Straße soll „nicht unverhältnismäßig belastet werden“.

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01. Juli 2014, 12:15 Uhr

Wedel | Das Ja zur Ausschreibung der Entwurfsplanung im Bauausschuss – es steht gegen die Stimmen der SPD. Die Sozialdemokraten werden das Thema Nordumfahrung denn auch noch einmal in die Ratsversammlung hieven. Mit einem Antrag, der die Trassenfrage neu aufrollen soll.

„Bei der Entwurfsplanung der Nordumfahrung ist die Trassenführung so zu planen, dass sie nicht über die Pinneberger Straße verläuft“, laut die Forderung. Und: Bereits bei der Verkehrsuntersuchung zur Vorbereitung des städtebaulichen Wettbewerbs für die Siedlungserweiterung im Altstadtnorden solle diese Maßgabe berücksichtigt werden.

Schon die Planungswerkstatt zur Umfahrung habe deutlich gemacht, dass durch die jetzt gewählte Trasse über Autal und Breiter Weg „nur eine Verlegung des Verkehrs von der Mühlenstraße zur Pinneberger Straße erfolgt“, heißt es in der Begründung. Die Politische Mehrheit sei dem Votum der Bürger nicht gefolgt. Die SPD wolle jedoch eine Zukunftsplanung, die für alle Bürger eine deutlich reduzierte Belastung bringe. „Nur mit einer Aktualisierung des Verkehrswegeplans sind akzeptable Lösungen für Wedel zu erreichen“, wiederholen die Sozialdemokraten ihre altbekannte Forderung.

„Wenig sinnvoll“ nennt die Bürgerinitiative für Verkehrsberuhigung in Wedel diesen Vorstoß. Trassenvarianten und Alternativen seien von 2007 bis 2011 intensiv im Rat und der Öffentlichkeit diskutiert worden. Eine neuerliche Diskussion würde wiederum Zeit und Geld kosten, so BI-Sprecher Christian Vorwerck. Mit der Umfahrung würden „viel weniger Menschen vom Verkehr belastet, als es jetzt der Fall ist“, heißt es seitens der BI. Der aktuelle Beschluss weise Wedel den Weg, „sich in eine hochattraktive Elbgemeinde mit lebenswertem Stadtkern zu entwickeln.“ Der Rat tagt Donnerstag, 3. Juli, ab 19 Uhr im Ratssaal.

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