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Businesspark Wedel : Altlasten: Die Linke ist alarmiert

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jetzt werden Untersuchungen in größerem Radius gefordert.

Wedel | Die Bodenbelastung auf dem Kraftwerks-Areal durch den ehemaligen Raffinerie- und Ölfabrikstandort östlich des Kohlemeilers schlägt weitere Wellen. Nach den Grünen schrillen nun auch bei Wedels Linken Alarmglocken. Ihre Sorge gilt der Wohnbebauung, die sich direkt ans Kraftwerksgrundstück anschließt. Dort müsse eine Bodenverunreinigung ausgeschlossen werden, so die Linke-Forderung.

„Der Planungsausschuss beschließt, auf den an das Kraftwerksgelände Vattenfall grenzenden Privatgrundstücken zu untersuchen, ob dort die gleichen Kontaminationen wie auf dem Vattenfall-Gelände gegeben sind“: So lautet ein Antrag, den Linken-Vertreter Dieter Strüven in der heutigen Sitzung des Gremiums stellen will.

Strüven bezieht sich in seiner Begründung auf einen Tageblatt-Bericht vom 11. Februar zu einer Senatsanfrage der Hamburger Grünen. Danach belegen diverse Gutachten Belastungen des Grundwassers und Bodens des Kraftwerksgeländes mit leichtflüchtigen Halogen-Kohlenwasserstoffen (LHKW) und Benzol. Beide Stoffe sollen über den Grundwasserleiter vom ehemaligen Raffinerie-Gelände kommen, auf dem nach abgeschlossener Sanierung Wedels Businesspark entsteht. Benzol und einige LHKW gelten als krebserregend.

Zudem solle sich auf dem Kraftwerks-Areal ein Auffangbrunnen für kontaminiertes Wasser befunden haben, so Strüven weiter: „Sollte dies zutreffen, muss befürchtet werden, dass auch die benachbarten Wohngrundstücke belastet sind.“

Für Kerstin Lueckow, Sprecherin der Bürgerinitiative „Stopp! Kein Megakraftwerk Wedel“ und potenziell betroffene direkte Anwohnerin, kommt der Vorstoß überraschend. „Uns liegen bislang keinerlei derartige Erkenntnisse vor, insofern haben wir uns auch noch nicht damit auseinander gesetzt.“ Klar sei jedoch, dass auch das Thema Kontamination abschließend untersucht werden müsse.

Der Planungsausschuss tagt am heutigen Dienstag (03.03.15) ab 18 Uhr öffentlich im Ratssaal.
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erstellt am 03.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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