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Kunsthandwerkermarkt am Roland : Alte Zünfte und neue Künste

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gelungene Premiere für die Wedeler Altstadtkaufleute: Rund 40 Teilnehmer stellten ihr Handwerk vor.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Der Mix macht’s: Beim Kunsthandwerkermarkt rund um den Roland am vergangenen Wochenende wurden den Besuchern sowohl alte Zünfte als auch neue Künste präsentiert. „Wir wollen die Tradition dieser Veranstaltung fortführen“, betonte Thorsten Meiners von den Altstadtkaufleuten. Er hatte den Basar gemeinsam mit Nina Bade, Susan Rosemeier und Gaby Hinrichs organisiert. Viele Jahre hatte die Keramikerin Doris Ong den Markt auf die Beine gestellt und ihn über die Grenzen Wedels hinaus bekanntgemacht. 2006 hörte sie auf, eine Fortsetzung unter anderer Regie lief noch bis 2011, dann war Schluss.

„Vor allem das Stadtmuseum, aber auch die Kirche hatte uns gefragt, ob wir nicht wieder einen Kunsthandwerkermarkt auf die Beine stellen wollen“, erläuterte Meiners. Mehr als 150 Aussteller aus fast ganz Norddeutschland wurden angeschrieben. „Wir wären zur Premiere mit 20 Teilnehmern glücklich gewesen, jetzt sind es doppelt so viele“, freute sich Meiners. Besonderen Wert legen die Kaufleute auf eine ausgewogene Mischung. „Wir wollen ein niveauvolles Angebot präsentieren, keine Einheitsware.“

Zu den Attraktionen gehörten einmal mehr die Handwerker, die ihre alten Zünfte vorführten und teilweise auch zum Mitmachen einluden. Dazu gehörten wie in den Vorjahren Schmied Stefan Lösch, der mit dem Hammer glühende Eisenteile bearbeitete, sowie eine Gruppe des Heimatbunds Wedel, die als Reepschläger dünne Seile zu dicken Tauen drehte. Nils Goldenstein zeigte an einer alten Drechselbank, wie zu früheren Zeiten Holz für Möbelstücke bearbeitet wurde.

Thomas Erdrich aus der Lüneburger Heide hatte Rohbernstein aus Litauen mitgebracht, den er mit Schleifpapier bearbeitete. Nachdem die Steine in Wasser getaucht sind, werden sie zuerst mit grobem und dann immer feinerem Papier geschliffen. Die Prozedur kann bis zu einer Dreiviertelstunde dauern. Anschließend geht es ans Polieren. Dies geschieht mit einer herkömmlichen Zahncreme und einem Tuch. Interessierte Besucher durften sich einen Stein auswählen und diesen selbst glattschleifen. Handwerklich betätigen durften sie sich auch an einer Töpferscheibe.

Zum Angebot unter dem Roland, auf der Küsterstraße und dem Kirchenvorplatz gehörten auch Silberschmuck, Handgestricktes, Holzarbeiten, Patchwork, Aquarelle und Lederwaren. In der Risthütte sowie im Museumsgarten wurden Kaffee und Kuchen serviert. Das „Pane Vino“ hatte vor dem Lokal Tische aufgestellt und lud zu Wein und kulinarischen Köstlichkeiten ein.

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