„Alles klar“ ist ausgezeichnet

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Die Schülerzeitung der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule hat den zweiten Platz im Landesentscheid gewonnen

shz.de von
03. März 2018, 16:00 Uhr

Mit ihrer extra langen Sommerausgabe haben sie abgeräumt: Die Jugendpresse Schleswig-Holstein zeichnete die jungen Redakteure der Schülerzeitung „Alles klar“ der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBG) mit dem zweiten Preis in der Kategorie „Gemeinschaftsschulen ohne Sekundarstufe II“ aus. Eine ausgezeichnete Platzierung im landesweiten Schülerzeitungswettbewerb.

Zur Preisverleihung gings im Februar dann nach Kiel in den Landtag. Sehr aufregend sei das gewesen, erzählen die Schüler und ihr betreuender Lehrer Christoph Burger im Gespräch mit unserer Zeitung. Zwischendurch in den Reden auch etwas langatmig, insgesamt aber „richtig lustig“. „Und wir haben den coolsten Preis gewonnen“, finden Seweryn (15), Jette (15), Mandy (15) und Dustin (13). Die Redakteure beziehen sich damit auf die Gratifikation. Zur Belohnung fürs gute Abschneiden gab’s von den Veranstaltern einen Gutschein fürs Sea Life Center in Timmendorfer Strand für 20 Schüler. Die Sieger hätten eine Führung durch einen Betrieb oder so etwas bekommen – wie langweilig, erzählen sie.


Vier Ausgaben im Jahr

Seit 2014 gibt es an der EBG wieder eine Schülerzeitung. „Wir mussten sie komplett neu aus dem Boden stampfen“, berichtet Burger. Der Lehrer ist sowohl presserechtlich als auch lehrplantechnisch für die Zeitung verantwortlich. Initiiert hat er das Wahlfach, „weil er Bock drauf hatte“, wie er freimütig gesteht. Burger hat in seiner Schulzeit selbst mit großem Spaß an einer Zeitung mitgewirkt. Vier mal im Jahr erscheint „Alles klar“, in der Regel in einem Umfang von 20 Seiten. Die EBG-Schüler machen dabei fast alles selbst, berichten sie. Sie suchen nicht nur Themen aus und recherchieren und schreiben sie. Sie kümmern sich auch um die Bebilderung, ums Layout am Computer und um die Sponsorensuche. Die hat Seweryn besonders Spaß gebracht, berichtet er. Darin war er auch besonders erfolgreich. Ein Exemplar der Schülerzeitung kostet einen Euro. Bei einer Auflage von 100 Stück ist das nicht kostendeckend, da helfen Anzeigen sehr.

„Ich mag es, Texte zu schreiben“, antwortet Mandy auf die Frage nach ihrer Motivation, bei „Alles klar“ mitzumachen. „Mich hat das inhaltlich interessiert.“ Für ihren Artikel über die Zeitumstellung, musste sie sehr viel recherchieren. Anders war’s für einen Bericht über selbstgemachtes Eis. „Das war sehr cool“, erzählt sie. Weil sie da mit mehreren zu Hause herumexperimentiert hätten. Dustin hat der „tolle Lehrer“ gelockt. „Die Zusammenarbeit ist gut, es wird viel gelacht“, stellt er klar. Der Formel-1-Fan wusste so viel über sein Hobby, dass er den Beitrag zu dem Thema einfach runterschreiben konnte. „Die Witzseite mache ich auch“, sagt er lachend. Die Schülerzeitung hat einige wiederkehrende Rubriken, die jedesmal aufs Neue gefüllt werden müssen.

Auch Seweryn und Jette mussten für ihre Herzensthemen, Autos und Islandponys, nicht mehr viel nachrecherchieren. Jeder Redakteur wagt sich darüber hinaus aber auch an völlig neue Themenbereiche heran. Jette hat bereits ein Schulpraktikum bei einer Zeitschrift absolviert und schon Vorstellungen für die Zukunft: „Ich möchte später was Journalistisches machen“, sagt sie selbstbewusst.

Und woher kommt jetzt der Name für die Zeitung? Das ist ganz einfach: Auf alle Vorschläge antwortete Seweryn mit dem immer gleichen „Mmh, alles klar“. Und der Kommentar ist es dann geworden. Mit der Auszeichnung ist die Möglichkeit einer Belobigung für die Schülerzeitung übrigens noch nicht zu Ende. Der erste und zweite Platz im Land bedeuten automatisch eine Teilnahme am Bundesentscheid.

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