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Windel-Protest in Wedel : Aktion gegen geplante Kürzungen im Kita-Bereich

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Flash-Mob stand unter dem Motto: „Hände weg von Familien!“

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | „Ich könnte kotzen“, sagte Jens Petri. Der dreifache Vater aus Wedel nahm an einem „Windel-Flash-Mob“ teil, bei dem 70 Erwachsene und ihre Kinder mit Windeln wedelnd durch die Innenstadt zogen. Was den Familienvater auf die Palme bringt: die Gebühren für Kitas und Schulkinderbetreuung. Derzeit zahle er 810 Euro im Monat. 9720 Euro im Jahr. „Irgendwann reicht es“, so Petri. Daher unterstützte er den Flash-Mob, der unter dem Motto stand: „Hände weg von Familien!“

„Wir wollen mit der Aktion ein Zeichen setzen“, erläuterte Anke Kircher. Denn im Rahmen der Haushaltskonsolidierung steht derzeit die Streichung der zusätzlichen sozialpädagogischen Arbeit ebenso zur Diskussion wie die Senkung der Ganztagsbetreuung von neun auf acht Stunden. „Für längere Betreuungszeiten soll der übliche Zuschlag für Früh- und Spätdienst fällig werden. Die Beitragsordnung für die Kindertagesstätten in Wedel soll entsprechend geändert werden zum 1. August 2015“, heißt es in der Vorlage, die in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport am 3. Dezember erneut beraten wird.

„Sparmaßnahmen können nicht immer nur zu Lasten der Familien gehen“, klagte Kircher. Sie hoffe, dass Politik und Verwaltung andere Einsparmaßnahmen finde. Durch die Streichung der Zuschüsse für das Elterngeld würden Familien bereits mit 15 Euro pro Monat und Kind mehr belastet. Zusätzlich zu den regelmäßigen Gebührenanhebungen. „Wir brauchen keine netten Worte, sondern wir brauchen Kitas“, stellte Kircher klar. Und ergänzte: „Bezahlbare Kitas.“ Heute treffen sich sich Kreiselternvertreter mit Fachsprechern der Wedeler Ratsfraktionen, um Vorschläge zu machen, wie man verträglicher zu Einsparungen kommen könnte.

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