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Wedel-Schulauer Tageblatt

14. Dezember 2017 | 22:37 Uhr

Hetlingen : Ärger über Raser in der Schulstraße

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Fast wie auf der Autobahn: Anwohnerin Janina Kolb sucht Hilfe bei Gemeindevertretern. Auch Hetlinger fahren rücksichtslos.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Janina Kolb war so richtig sauer. Die 30 Jahre alte Hetlingerin machte ihrem Ärger über Raser in der Schulstraße ihres Dorfes während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Luft. „Die Straße wird wie eine Autobahn benutzt, ich musste schon ein Kind retten“, wetterte sie. Wenn sie die Raser anspreche, werde auch noch gepöbelt.

In der Schulstraße gilt Tempo 30. Doch daran halten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer. Die kleine Straße ist viel befahren – nicht nur von Anliegern, sondern auch vom Klärwerksverkehr und den vielen Naherholungssuchenden, die an den Elbstrand oder ins Schanzen-Café wollen. Nun droht weitere Zunahme, denn durch den Neubau des Elbe-Dükers soll es ein höheres Fahraufkommen geben.

Eins steht aber bereits jetzt fest: Die von Anwohnern auch zur Verkehrsberuhigung geparkten Autos werden nicht mehr dort stehen können. Freie Fahrt also für noch schnelleres Rasen?

Der gemeindliche Bau-Ausschuss ist bereits am Thema dran, wie Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) versicherte. Es sei bekannt, dass Autofahrer oft auf den Gehweg ausweichen, um schneller voranzukommen. Abgesenkte Bordsteine machen das möglich. Deshalb sollen nun an ausgewählten Standorten Poller aufgestellt werden.

Kolb weiß, dass aber keinesweg nur Lkw und Ausflügler Probleme bereiten, sondern auch Ortsansässige. „Ich finde es besonders Schade, dass es Hetlinger sind Es sind meist die eigenen Leute – das ist einfach so“, antwortete Ostmeier.

Kolb begrüßt es, dass die Kommunalpolitiker aktiv werden. Wenn die Poller Allerdings nur an die Ecke schräg gegenüber der Gaststätte „Op de Deel“ gesetzt würden, werde das Problem sicher zu einem großen Teil nicht gelöst. „Aber es ist einen Versuch wert, Hauptsache es passiert überhat etwas, das wäre schön“, sagt Kolb. Neben Kantsteinerhöhungen in Teilbereichen regt sie außerdem das aufbringen von Tempo-30-Piktogrammen auf die Fahrbahn sowie eine Entschärfung der Einmündung Ecke Hauptstraße an. Schulkinder seien oft sehr verängstigt bei der Überquerung. Kolb: „Es ist die Frage, ob man wartet, bis etwas passiert und dann erst etwas macht.“ Ihren Kater Loli bringen diese Versuche allerdings mehr nicht zurück. Er wurde im Februar 2012 totgefahren und einfach auf der Fahrbahn liegengelassen. Das gleiche Schicksal ereilte vor etwa vier Wochen die Katze einer weiteren Anwohnerin.

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