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Kirchstieg in Wedel : Absperrgitter wird zur Stolperfalle

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kirchstieg-Anwohnerin Doris Heindorf ärgert sich über versperrte Rettungswege und ungesicherte Bauzäune in der schmalen Straße.

Wedel | Ein zugestellter Rettungsweg, Laster, die ohne Sicherung rückwärts fahren, nicht arretierte Gatter, die zur Falle werden, weil der Wind sie aufbläst: Die aktuellen Bauarbeiten am Kirchstieg sorgen für großen Ärger. Anliegerin Doris Heindorf ist sauer.

„Mittwoch Morgen ging’s los“, berichtet die Wedelerin. Ein Sattelschlepper habe ein Raupenfahrzeug angeliefert und dafür eine dreiviertel Stunde lang ausgerechnet vor der Haupteinfahrt zum Heinrich-Gau-Heim geparkt. „Ein Rettungsfahrzeug kam nicht durch“, so Heindorf, die Sanitäter seien schließlich zu Fuß ins Haus gegangen. Das sei ärgerlich.

Eine weitere Beobachtung findet die Anwohnerin darüber hinaus gefährlich: „Die LKWs fahren rückwärts ohne Sicherungsposten in den Kirchstieg hinein. Das ist ein Schulweg“, sagt Heindorf empört. Auch der laxe Umgang mit den großen Gattern, die mittlerweile den unteren Teil der schmalen Straße absperren, sei mehr als fahrlässig. Ein erstes Schulkind sei Donnerstag früh bereits im Gatter gelandet, erzählt die Wedelerin. Und auch nachfolgende Fahrradfahrer seien „hängengeblieben“, das habe sie beobachtet.

Weil die Gatter nach dem Öffnen nicht wieder in den Betonfüßen verankert worden sind, konnte der Wind sie aufblasen. Quergestellt versperrten sie dann zum großen Teil die Hörnstraße, die an dieser Stelle als vorfahrtberechtigte Straße in den Kirchstieg einmündet. Zudem sei es morgens noch dunkel und die Gefahr schwerer zu erkennen, so Heindorf.

„Wir sind alle sehr gereizt“, gibt die Kirchstieg-Anwohnerin mit Blick auf die anstehenden Baumaßnahmen hinter dem Heinrich-Gau-Heim zu. Dennoch: Die Baufirmen müssten sich an den Gestattungsvertrag halten. Heindorf beschwerte sich bei der Verkehrsaufsicht der Stadt.

Hamburg Wasser verlegt massive Rohre

„Wir haben die Beschwerde bekommen“, bestätigt Pressesprecherin Stefanie Bossen. Es hätten sofort Gespräche stattgefunden. Unter anderem mit der Leitung des Gau-Heims. Die Schulen seien bereits vorab informiert worden. Die Situation müsse sich aber verbessern. Doch Bossen stellt auch klar: „Die Verantwortung liegt beim Bauherren.“ Und der ist für die aktuelle Baumaßnahme: Hamburg Wasser (HWW).

Der kommunale Wasserversorger legt gerade eine Trinkwasserleitung um, die den Hamburger Westen mit Wasser aus der Marsch versorgt. Rohre mit 60 Zentimeter Durchmesser würden verlegt, erklärt Pressesprecher Ole Brankmann: „Wir wissen, dass es in der beengten Situation dort sehr schwierig ist.“ Ausgemacht sei eigentlich, dass immer jemand in den großen Fahrzeugen sitze. Der Pressesprecher versichert: „Wir gehen dem nochmal nach.“

Investor Joachim Rehder kündigt für sein anschließendes Bauvorhaben höchste Umsicht an: „Wir fahren ganz rein“, sagt er. Zudem werde nach dem Öffnen das Tor sofort wieder geschlossen. Allein schon, damit sich keine Personen in die Baustelle verirrten.  

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