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Rückblende mit Film und Rap : Abschlussfeier in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

34-mal gab es die Mittlere-Reife-Zeugnisse an der Ernst-Barlach-Schule. 25 Absolventen wechseln in die Oberstufe der GHS.

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2015 | 12:30 Uhr

Wedel | Schick hatten sie sich gemacht, die 34 Mittlere-Reife-Absolventen aus den zwei zehnten Klassen der Ernst-Barlach-Schule. Einige Mädchen trugen bodenlange Kleider, die meisten Jungen zeigten sich mit Krawatte, mehrere auch mit schwarzer Fliege zum weißen Hemd. Schließlich stülpten sie sich nach amerikanischem Vorbild sogar schwarze „Graduation“-Hüte auf den Kopf. Dabei war es für die meisten noch lange nicht das Ende der Schulzeit: 25 wechseln in die Oberstufe der Gebrüder-Humboldt-Schule. Zwei werden ein Freiwilliges Soziales Jahr einlegen, einer ein Jahr im Ausland. Nur vier wollen jetzt schon eine Berufsausbildung beginnen.

Schulleiterin Ulrike Quadfasel sah darin einen Trend, der schon seit einigen Jahren anhalte. Allen gab sie den Rat mit auf den Weg, mit Zuversicht am eigenen Erfolg zu arbeiten, sich zugleich aber auch aktiv in das Gemeinwesen einzubringen, die Gesellschaft verbessern. Denn, so zitierte sie einen Philosophen: Dinge ändern sich nicht, wenn man sie nicht ändert. Etwas Wehmut klang in der Stimme der Rektorin: „Ihr seid der letzte Jahrgang, den ich verabschiede“, stellte sie fest, verbunden mit der Bitte: „Also macht es gut“. Sie freute sich über die überwiegend guten Abschlussnoten, zumal da im Laufe der Schulzeit auch einmal ein Jahr „mit geradezu unterirdischen Leistungen“ dabei gewesen sei. Einigen Schülern attestierte sie diplomatisch, sie seien „etwas wortkarg“.

Umso ungestümer machten sich die Klassen bemerkbar, als sie sich von ihren Lehrern verabschiedeten. Wanda Kubin und Frank Hachmann wurden mit johlendem Applaus bedacht, für Hachmann erhoben sich die klatschenden Schüler sogar, als er ihren Wahlspruch „Zu faul fürs Motto“, wie er auf manchen T-Shirts prangte, humorvoll begutachtete.

Klasse 10c: Mika Aalto, Aylin Arik, Batuhan Tufan Askar, Bjarne Becker, Tobias Dierks, Jakub Dziedzic, Korin Lohmeyer, Alexia Lopez-Konstantinou, Daniel Nekrassov, Lasse John Nierhoff, Cigdem Öztürk, Tom Reuter, Julia Stock, Lasse Skjell Tiedemann.

Für die Stadt Wedel ergriff Stadtpräsidentin Renate Palm das Wort und malte den Schulabsolventen ein rosiges Bild ihrer Zukunftschancen aus. „Der Arbeitsmarkt braucht Sie“, versicherte sie ihren Zuhörern, erinnerte sie aber auch daran, dass Erfolg nicht von selbst komme. „Tun Sie etwas dafür und vertrauen Sie auf Ihre Stärken“, war Palms Rat auf den Lebensweg.

Klasse 10d: Helin Akyol, Ömer Arslan, Danny Bohlken, Robin Bohlken, Ömer Cümer, Emre Demirci, Laura Fejza, Özcan Gezer, Glenn Matthias Greif, Tom Hubert, Derya Keskin, Patrick Ludwicki, Jonathan Müller, Jo-Ann Nagel, Ina Pfeifer, Veronika Pikulina, Simon Schumacher, Jule Seidel, Erik Simon, Kristina Waschenko.

Auch Natascha Paulsen vom Schulelternbeirat machte ihren Zuhörern klar, dass sie aus dem Schutz der Schulzeit heraustreten und nun lernen müssen, sich selbst anzuleiten. Bürgermeister Niels Schmidt hatte Buchgeschenke für die zwei besten Schüler des Jahrgangs, Kristina Waschenko und Lasse Tiedemann, dabei und blickte im Übrigen erstmal auf die allernächste Zukunft: „Genießt die Feier heute Abend und lasst die Stadt einigermaßen heil“, gab er den jungen Leuten mit auf den Weg.

Die 34 Schulabgänger nahmen die Gelegenheit war, sich zu guter Letzt noch einmal ins rechte Licht zu setzen. „16 Arten von Schülern, wie jeder sie kennt“ hieß der Kurzfilm, mit denen sich Klasse 10  c gehörig auf die Schippe nahm. Klasse 10  d schaffte das mit bravourösem Rap. Ömer Arslam erntete als temperamentvoller Solo-Rapper Extra-Applaus.

Vier Schüler hatten die Mittlere Reife verpasst. „Lasst diese bisherigen Klassenkameraden jetzt nicht allein. Sie brauchen euren Trost“, beschwor Rektorin Quadfasel ihre Absolventenschar.

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