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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 12:46 Uhr

Ab Januar gibt es in Moorrege einen Arzt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

ZuschussDie Gemeinde bezahlt 90 000 Euro für die Ansiedlung

Gute Nachricht für Moorreger: Ab Montag, 2. Januar, wird es in der Gemeinde einen Arzt geben. Darauf weist Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) hin. Dr. Nicoletta Dancau, Fachärztin für Allgemeinmedizin, wird ihre Praxis im neuen Ärztehaus an der Wedeler Chaussee eröffnen. Den Weggang aus Heist hat die Gemeinde Moorrege mit einer einmaligen Investitionssumme von 90  000 Euro versüßt. 50  000 Euro sind bereits geflossen, 2017 wird der Rest ausgezahlt. Um den Zuschuss hatte es im Frühjahr viel politischen Wirbel gegeben (unsere Zeitung berichtete).

Die CDU–Mehrheitsfraktion steht hinter den Plänen von Bürgermeister Weinberg, an der Bundesstraße einen neuen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Nachdem dort ein Supermarkt und eine Apotheke angesiedelt worden waren, kam nun auch eine Poststelle hinzu. Ein weiterer Stein sei das neue Ärztehaus, in dem auch zehn seniorengerechte Wohnungen und sowie eine Zahnarzt- und eine Arztpraxis untergebracht sind.


Zoff um Fördergeld zwischen Fraktionen


Die Bezuschussung der Arztansiedlung war in der März-Sitzung des Rats zum Zankapfel geworden. Die SPD-Fraktion und die Grünen wollte nichts von einer hemdsärmeligen Auszahlung wissen. Letztendlich wurde eine „Richtlinie für Förderung der Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten“ mit vier Ja-Stimmen der CDU, zwei Nein der SPD und einer Enthaltung von den Grünen beschlossen.

Trotz des Wirbels und der Ausschreibung gingen nach Angaben von Weinberg außer der von Dancau keine weiteren Bewerbungen ein. Die Praxiseröffnung sei deshalb möglich gewesen, weil es eine Verlegung sei. „Es war keine Neuzulassung notwendig“, erläutert er. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung, die für die Vergabe der Zulassungen zuständig ist, sei der Kreis Pinneberg gut versorgt. Die Christdemokraten hingegen wollen einen Arzt vor Ort. Die Zahlung eines Zuschusses sei landesweit gang und gäbe, sagte Weinberg. „Ohne Förderung bekommst Du keinen Arzt in Deine Gemeinde“, sagte er und verwies auf monatelange Suche. Zufrieden ist auch CDU-Fraktionschef Georg Plettenberg: „Hier ist ein tolles Versorgungszentrum entstanden, und es hat, bis auf den Arztzuschuss, die Gemeinde nichts gekostet.“

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