Parken in Wedel : Ab August werden Autofahrer zur Kasse gebeten

Am Spitzerdorfer Marktplatz wird’s kostenpflichtig.
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Am Spitzerdorfer Marktplatz wird’s kostenpflichtig.

Stellplätze werden in zirka drei Wochen kostenpflichtig. Kaufleute planen Vergütung.

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25. Juli 2014, 16:00 Uhr

Wedel | Die Parkgebühren in Wedels Innenstadt sind längst beschlossen. Auch die Konditionen stehen fest. Noch nicht fest steht, ab welchem Tag genau Autofahrer für Stellplätze in Wedels City in die Tasche greifen müssen. „Voraussichtlich ab Mitte August“, sagt Ralf Waßmann, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, auf Anfrage dieser Zeitung. In den kommenden Wochen werden die Automaten aufgestellt. Die Markierungen dafür sind in der Bahnhofstraße bereits zu sehen. „Zirka 15 bis 16 Automaten wird es in der Innenstadt geben“, so Waßmann.

In zirka drei Wochen wird dann aus Parkscheibe Parkschein. Mit der sogenannten „Brötchentaste“ kann die ersten 15  Minuten kostenlos geparkt werden. Allerdings: Das gilt ausschließlich für die Bahnhofstraße. Diese Taste wurde im Vorfeld lange diskutiert. Vertreter aus Politik warnten vor Missbrauchsgefahr durch ständiges Betätigen der „Brötchentaste“. Die Innenstadt-Kaufleute sprachen sich deutlich dafür aus. Für sie war es ein kleiner Kompromiss.

In der Bahnhofstraße wird jede weitere halbe Stunde 50 Cent kosten. Günstiger ist es beim ZOB, beim Gorch-Fock-Platz und beim Spitzerdorfer Marktplatz: Dort kann für den selben Preis eine Stunde lang geparkt werden.

Auch die neuen Parkplätze bei der Deichstraße, von denen 120 im September fertiggestellt werden, solle voraussichtlich ebenfalls kostenpflichtig sein. „Vor allem im Sommer bei gutem Wetter herrscht dort Parkdruck“, so Waßmann. Bei solchen Spannungsfeldern ergebe die Parkraumbewirtschaftung Sinn.

Die Werbegemeinschaft Innenstadt-Kaufleute hatte noch versucht die Einführung der Gebühren zu stoppen und Unterschriften gesammelt. Glücklich sind sie über die Einführung nicht: „Wir haben unsere Meinung dazu nach wie vor nicht geändert“, sagt Vorsitzender Jan Lüchau. „Aber wir stecken unsere Zeit und Energie jetzt in Pläne für eine Rückvergütung für unsere Kunden“, so der 36-Jährige. Zirka 25 Geschäfte in der Bahnhofstraße wollen daran teilnehmen.

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