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Gebrüder-Humboldt-Schule : 730 Blickwinkel auf ein Buch

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Kinder und Jugendliche an der Gebrüder-Humboldt-Schule beschäftigen sich einen Tag lang mit Erich Kästners „Die Konferenz der Tiere“.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Wedel | 730 Schüler lesen das gleiche Buch. Von der fünften bis zur 13. Klassenstufe. Gar nicht so einfach, da das richtige Werk zu finden. Vor allem, wenn die Kinder und Jugendlichen sich dann noch einen ganzen Tag kreativ und motiviert mit der Geschichte beschäftigen sollen. Für die Aktion „Eine Schule liest ein Buch“ anlässlich des gestrigen Welttag des Buches entschied sich das Lehrerkollegium der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) für einen Klassiker: „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner.

Zur Vorbereitung lasen alle Schüler das Buch komplett durch. Gestern standen verschiedene Workshops auf dem Programm. „Wir haben Wahlzettel verteilt, und die Schüler konnten sich einen Auftrag aussuchen“, beschreibt Lehrerin Nina Petermann das Vorgehen. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten präsentierten sich die GHSler dann gegenseitig.

Der Inhalt des Klassikers von 1949 machte dabei eine Vielzahl von verschiedenen Aktionen mit Bezug zum Buch möglich. In „Die Konferenz der Tiere“ beschließen der Löwe Alois, der Elefant Oskar und die Giraffe Leopold, etwas gegen die Kriege und die Gewalt zu unternehmen, die von den Menschen über die Welt gebracht werden. Sie rufen die titelgebende Konferenz ein und laden auch Vertreter der Menschenkinder ein, um über die Zukunft zu debattieren. „Das Buch bietet Themen für jüngere Kinder, aber auch für die Großen“, betont Petermann.

Die Schülerinnen modellierten tierische Tonfiguren.  (Foto: Willuhn)
Die Schülerinnen modellierten tierische Tonfiguren. (Foto: Willuhn)
 

Die unteren Klassenstufen modellierten beispielsweise Löwen und Pferde aus Ton oder bastelten Tiermasken. Währenddessen analysierten ältere Schüler die politische Botschaft von Kästners Werk. „Wir haben uns in der Bibliothek und im Internet mit Thesen zum Thema Frieden beschäftigt“, beschrieb der 17-jährige Marius die Vorgehensweise. Die GHSler diskutierten unter Anleitung von Lehrer Reinhard Strodt auch die Kriterien der Friedensforschung für eine konfliktfreie Gesellschaft. „Eine niedrige Korruptionsrate und eine gerechte Güterverteilung sind Voraussetzungen für Frieden“, so der Pädagoge. Kreative Herangehensweisen waren ein Lyrik-Workshop, das Einstudieren „tierischer“ Lieder wie „In the jungle“ oder eine große Aquarellcollage.

Der Tag des Buches wurde 1995 von der UNESCO eingerichtet und auf den 23. April gelegt. Dieses Datum ist der Namenstag des Heiligen Georg, zu dem man in Katalonien traditionell Rosen und Bücher verschenkte. Außerdem handelt es sich um das mutmaßliche Todesdatum von William Shakespear und Miguel de Cervantes sowie den Geburtstag von Halldor Laxness.
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