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Jahresbericht 2014 : 6100 Besucher im Stadtmuseum Wedel

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Weniger Gäste als noch 2013. Für Januar Ausstellung mit Radierungen von Alfred Akkermann geplant.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2015 | 16:15 Uhr

Wedel | Das Stadtmuseum Wedel hat seinen Jahresbericht 2014 vorgelegt. Im vergangenen Jahr besuchten demnach zirka 6100 Menschen das Museum in der Küsterstraße. Das Möller-Technic−on lockte zusätzlich zirka 1000 Besucher an. 2013 waren es noch 6500 Gäste im Museum.

Leiterin Sabine Weiss erklärt den leichten Rückgang: „Ich hatte lange zwei Hilfskräfte aus Beschäftigungsmaßnahmen, die jeweils
30 Stunden in der Woche im Museum tätig waren.“ Seit dem vergangenen Jahr werden keine „Ein-Euro-Jobber“ mehr im Museum eingesetzt. Die Folge: Die Arbeitsbelastung für Weiss, ihre Honorarkräfte und die ehrenamtlichen Helfer steigt, es bleibe weniger Zeit, um die Werbetrommel zu rühren.

Die Museumsleiterin stellt auch fest: „Manche Ausstellungen locken einfach nicht so viele Besucher an.“ Beispielsweise sei die Kunstausstellung „Grenzenlos Menschlich - Migration im Blick der Kunst“ nicht gerade ein Publikumsmagnet gewesen, sie stelle eine gewisse Schwellenangst der Besucher fest. Trotzdem sei es wichtig, genau solche Projekte anzupacken, betont Weiss. Ginge es nur darum, das Museum zu füllen, müsse sie „Schlagerevents anbieten“, so die Museumsleiterin. Auch für 2015 könnten die Besucherzahlen weiter leicht sinken, da der Kunsthandwerkermarkt vor dem Museum in diesem Jahr ausfällt.

Ein Höhepunkt im Jahr 2014 war für Weiss die abgeschlossene Überarbeitung der Dauerausstellung im Museum. 2010 wurde mit den Renovierungsarbeiten und der Neugestaltung begonnen. Neue Fotografien, farbige Bildträger und Ergänzungen zum aktuellen Forschungsstand verbessern den Rundgang durch die Vergangenheit der Rolandstadt.

Das Stadtmuseum in der Küsterstraße 5 ist donnerstags bis sonnabend von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr  geöffnet. Der Eintritt ist frei. Bis zum 30. August  ist n die Ausstellung „Märkte-Waren-Wege“ von Jürgen Pieplow zu sehen, in der es um den Einfluss von Handelsstraßen auf Wedel geht.

Besonders hervorheben möchte Weiss die Arbeit im Kinderlabor im Möller-Technicon. Jeden ersten Sonnabend im Monat können sich Kinder ab acht Jahren im Rosengarten 10 mit Forschung und Experimenten beschäftigen. Die Firma Möller-Wedel unterstützte das Technicon indem sie weitere Räume und 15  000 Euro zur Verfügung stellte. Anlässlich des 150-jährigen Firmenjubiläums zeigte das Museum auch eine Ausstellung mit Bildern und Skizzen von drei Generationen der kunstsinnigen Unternehmerfamilie.

Im Museumsgarten legten Weiss und ihr Team erstmals ein „Themenbeet“ mit Pflanzen an, denen bei Gelenkerkrankungen Heilwirkungen nachgesagt werden. Das Projekt soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden. Für Sonnabend und Sonntag, 19. und 20. September, plant das Museum den Aktionstag „Einfälle statt Abfälle“ in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzfonds Wedel. Das Event ist der Startschuss zur Wedeler Umweltwoche, bei der in diesem Jahr der Umgang mit Plastikabfällen im Mittelpunkt steht.Für 2016 freut sich Weiss bereits jetzt auf eine Ausstellung mit Radierungen von Alfred Akkermann. Ab Januar werden Ansichten der Wedeler Au – von der Mündung bis zur Quelle – im Stadtmuseum gezeigt.

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