Wedel : 56 Schüler übertrafen Prognosen

107 Absolventen der Gebrüder-Humboldt-Schule nahmen am Freitag ihre Abschlusszeugnisse in Empfang.
107 Absolventen der Gebrüder-Humboldt-Schule nahmen am Freitag ihre Abschlusszeugnisse in Empfang.

Die Gebrüder-Humboldt-Schule verabschiedet 107 Absolventen. Es war die letzte Entlassungsrede für Schulleiter Antonius Soest.

shz.de von
30. Juni 2014, 10:00 Uhr

Wedel | Die Freude war Schulleiter Antonius Soest anzumerken. Am Freitag konnte er 107 Schülern ihre Abschlusszeugnisse überreichen. „40 haben die Prognose nach dem vierten Schuljahr erfüllt. 56 haben ihre Prognose überboten“, freute sich Soest. Vier Schüler hätten sogar einen „Doppelsprung“ gemacht. Drei Schüler mit Hauptschulempfehlung konnte er das Abiturzeugnis überreichen und einem Schüler mit Sonderschuleinstufung das Realschulzeugnis.

Diese Freude wird der 64-jährige im kommenden Jahr nicht mehr haben. „Dies ist meine letzte Entlassungsrede“, erklärte er den rund 400 Schülern und Gästen. Die Gebrüder-Humboldt-Schule sei um ein Vielfaches besser als die Schule, in der er sein Abitur gemacht habe. Denn damals seien viele intelligente Kinder auf der Strecke geblieben. Dass dies heutzutage an seiner Schule passiere, sei unwahrscheinlich. Dennoch vermisse er etwas: Disziplin. Denn um nichts anderes gehe es bei der Frage erfolgreichen Lernens und Arbeitens. Daher gab er den Absolventen mit auf den Weg: „Die Sehnsucht nach dem Besseren, der Steigerung wünsche ich euch allen. Um die Disziplin müsst ihr euch dann nicht sorgen.“

Bürgermeister Niels Schmidt hoffte in seinem Grußwort, dass die Schule gut auf das Leben danach vorbereitet habe. „Sie haben die Vorrunde überstanden“, erklärte Schmidt in Anlehnung an die Fußballweltmeisterschaft. Nun stehe der Weg ins Finale offen. Dafür seien aber Talent, Engagement und eben Disziplin gefordert. Auch einige Feiertipps hatte er parat. „Blau ist eine schöne Farbe, aber nicht immer ein schöner Zustand“, scherzte der Bürgermeister und fuhr fort: „Lasst es krachen, aber es wäre schön, wenn ich am Montag meine Stadt noch wiedererkennen würde.“

Carsten Benthien, Lehrer für Chemie und Biologie und Leiter des Sanitätsdienstes an der Schule, hoffte, dass es gelungen sei, auch die zukünftige Persönlichkeit der Schüler zu formen, so dass man auch in fünf, zehn oder 50 Jahren zufrieden auf die Schulzeit zurückblicke. „An diesen zukünftigen Erwachsenen haben wir gedacht, als wir euch auf das Leben vorbereitet haben“, erklärte der Pädagoge. Mit der heutigen Freiheit der Berufs- und Partnerwahl komme eine Verantwortung, die die Schüler annehmen müssten. „Mit dem allgemeinbildenden Zeugnis haben sie ihr Zugticket nach Hogwarts. Oder so etwas Ähnliches“, scherzte Benthien.

Die Abiturienten verabschiedeten sich mit einer eigenen Interpretation des Songs „Auf uns“ von Andreas Bourani. Doch das blieb nicht die einzige musikalische Darbietung. Zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedeten sich die Lehrer mit einem Song für die Schüler. Lena Kuhlmann brachte als Sprecherin der Abiturienten die Gefühle vieler auf den Punkt: „Leute, wir haben es endlich geschafft!“

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