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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. August 2017 | 19:34 Uhr

Wedel : 43 Laternen werden ausgeknipst

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ab Ortsausgang wird die Holmer Straße nicht mehr beleuchtet. Ausnahme ist die Krankenhauszufahrt. Erneuerungen innerorts geplant.

Wedel | Bis zum Ortsschild, dann ist Schluss: Wedel knipst die Lichter an der Holmer Straße aus. 43 Leuchten sollen in dem Abschnitt der Bundesstraße 431 (B431) zwischen Ortsausgang und Stadtgebietsgrenze – kurz hinter der Einmündung Papentwiete – rückgebaut werden. Das hat der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss beschlossen. Ausnahme: die Krankenhauszufahrt. Dort werden vier Leuchtenköpfe erneuert.

Was wie ein weiterer Beitrag in Wedels großem Streichkonzert wirkt, ist laut Bauamt nur eine Maßnahme im Zuge des üblichen Bauprogramms. Demnach seien gemäß Ökodesign-Richtlinie nach EU-Erlass bis 2015 beziehungsweise 2017 ineffektive Lampen auszutauschen, die nicht den geforderten Standards entsprächen. Darunter fallen laut Stadt die Holzmasten-Lampen an der B431 mit oberirdischer Stromleitung, die mutmaßlich bereits vor 1960 aufgestellt wurden.

Tatsächlich seien die Masten nicht mehr standsicher und müssten erneuert werden. Eine Beleuchtungspflicht bestehe jedoch nicht. Außerorts könne sie entfallen, heißt es seitens der Verwaltung, die zu diesem Punkt auf einen Schriftverkehr mit Land und Bund verweist. Auch wenn Nutzer der Straßen dies als subjektive Verschlechterung der Verkehrssicherheit wahrnehmen würden, wie das Bauamt in seiner Stellungnahme schreibt. Kosten für Rückbau und Erneuerung von vier Leuchtenköpfen beim Krankenhaus: 30.000 Euro.

Was nicht in der Vorlage steht sind die Einsparungen, die auf Sicht aus dem Rückbau resultieren. 125 Euro Stromkosten und Unterhaltung setzt die Stadt pro Lampe an. Bedeutet: Nach etwa fünf Jahren hat sich der Rückbau amortisiert. Dann spart Wedel pro Jahr 5375 Euro durch den Laternen-Verzicht.

Keine grundsätzliche Beleuchtungspflicht

Innerorts sieht die Lichterfrage dagegen anders aus. Auch dort ist zwischen Ortsschild und Altstadtmarkt Handlungsbedarf, weil 22 alte Masten und zwölf Leuchtenköpfe abgängig sind beziehungsweise erneuert werden müssen. Auch hier gelte keine grundsätzliche Beleuchtungspflicht mit Ausnahme von gefährdeten Bereichen und Verkehrsschwerpunkten. Folgerichtig sagte die Stadt: „Da es sich um eine Hauptverkehrsstraße (B431) handelt, sollte innerorts eine Beleuchtung sein, die dem Stand der Technik entspricht.“

Um die Leuchten auf diesen Stand zu bringen, sind 80.000 Euro zu investieren. Ein Betrag, der voraussichtlich bis 60 Prozent auf die Anlieger umzulegen sei. Sprich: Anwohner zahlen rund 48.000 Euro für die neuen Lampen, 32.000 Euro kommen aus Wedels Stadtkasse.

Die Erneuerung zwischen Marktplatz und Ortsschild soll schrittweise in 2015 erfolgen. Mit dem Rückbau zwischen Ortsschild und Stadtgebietsgrenze dagegen wollte die Stadt noch in diesem Jahr beginnen. Auf Anfrage erklärte Bauamts-Mitarbeiterin Annette Boettcher jedoch, man werde zunächst die dunkle Jahreszeit bis zum Frühjahr abwarten.

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erstellt am 08.Nov.2014 | 10:00 Uhr

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