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Auwiesenlauf Wedel : 330 Teilnehmer beim Spendenlauf

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bei der zweiten Runde des Wedeler Auwiesenlaufs joggte Olympiasieger Dieter Baumann mit. Rund 4000 Euro Spenden sind zusammengekommen.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Wedel | Großer Andrang herrschte gestern an der Pestalozzi-Schule in Wedel: 330 Sportler aller Altersklassen drängten sich, um am zweiten Wedeler Auwiesenlauf teilzunehmen. Am Ende kamen rund 4000 Euro Spenden für die Deutsche Hirntumorhilfe und den Glio-Verein zusammen. Letzterer ist gerade in Wedel gegründet worden, um Menschen zu helfen, die an der Gehirntumorart „Glioblastom“ leiden.

Organisatorin Martina Lehnert hatte den Spendenlauf 2013 ins Leben gerufen, nachdem ihr Bruder Marcus Albrecht aus Appen an dieser Tumorart erkrankt war. Nach Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört er zu den äußerst bösartigen Hirntumoren, Prognosen für Patienten sind generell sehr schlecht. Albrecht hat seine schwere Zeit überstanden und lief als Nummer 001 die 5000-Meter-Runde mit. Mit Startnummer zwei war kein geringerer als Olympiasieger Dieter Baumann dabei, der ebenso den guten Zweck unterstützte wie viele freiwillige Helfer. So packten bei der Organisation alle mit an. Martina Lehnert: „Es ist toll, wie sich meine Familie, Freunde und Bekannte engagieren.“ Die einen verteilten Startnummern, andere hatten reichlich Kuchen und Törtchen mitgebracht, die Jugend der DLRG half, die Strecke abzusichern und hätte auch in Notfällen Erste Hilfe leisten können. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, auf der sich manche vor dem Start warm hopsten.

Dieter Baumann, Goldmedaillengewinner in Barcelona 1992 über 5000 Meter und „Silbermann“ 1988 in Seoul, gab fleißig Autogramme und lobte die Initiative in Wedel. Und so trabten sie los, die Läufer für den guten Zweck: Eine lange Schlange orangefarbener T-Shirts bewegte sich durch das Autal, joggte vorbei an Wiesen und S-Bahn, Bahnhof und Mühlteich. Erlaubt war, was gefällt: Man konnte zwischen 2,5-km-Runde, 5-km-Turn und dem großem 10-km-Lauf wählen. Manche liefen nur zum Spaß, andere peilten gute Zeiten im Rahmen ihres Trainings an. Am wichtigsten aber: Jung und Alt hatten ihren Spaß. Spaziergänger staunten, was da so alles an ihnen vorbeilief. Manch einer hatte seinen Hund dabei und auch der Wedeler Roland war mit von der Partie.

Eine Zeitmessung gab es nicht, die Teilnehmer konnten gehen, walken oder laufen. Zufrieden waren am Ende alle, ob Helfer, Mitläufer oder Zuschauer. Immer wieder war zu hören, wie begeistert man ist „von der tollen Sache“ und, „dass man doch sehen kann, wie Einzelne mit entsprechend Ideen und Engagement etwas auf die Beine stellen und erreichen können“.

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