31 Familien wollen den Frühdienst

Elterninitiative befragt Eltern der Moorwegschule

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28. April 2018, 16:00 Uhr

Der Bedarf für eine Frühbetreuung an der Moorwegschule ist da. Das sagen jedenfalls die Zahlen, die die Elterninitiative Wedel bei den betroffenen Eltern abfragte und im jüngsten Bildungsausschuss während der Einwohnerfragestunde vorstellte. 180 Rückmeldungen hätten sie bisher erhalten, lautete das vorläufige Fazit der Initiative. Davon kreuzten 31 Familien den konkreten Bedarf eines Frühdienstes für die Klassen eins und zwei an. 16 informelle Anmeldungen kamen von Eltern von Moorwegschülern. 15 Mal bestätigten Familien aus dem Kindergarten, deren Kinder 2018 eingeschult werden, dass sie eine Betreuung vor Schulbeginn benötigten. Zudem hätten bereits elf Familien, die das Problem 2019 betrifft, schon einmal im Voraus ihren Bedarf bekundet, sagte die Elterninitiative.

Im Bildungsausschuss hatten SPD und Grüne einen Dringlichkeitsantrag zu dem Thema eingebracht, dem allerdings keine Dringlichkeit bestätigt wurde und der deswegen nicht auf die Tagesordung kam. Trotzdem war auch er Inhalt des Gesprächs, das sich während der Einwohnerfragestunde an die Bedarfsvorstellung der Elterninitiative anschloss. Für eine echte Beschlussvorlage benötige er Daten, Festlegungen und konkrete Handlungsanweisungen für die Verwaltung, stellte Fachdienstleiter Burkhard Springer klar. Die Nachfrage aus der Politik, ob es denn überhaupt möglich sei, so relativ kurzfristig Personal zu akquirieren, mochte Eike Binge, im Fachdienst Bildung für die Schulkindbetreuung verantwortlich, nicht eindeutig beantworten. Das sehr geringe Stundenkontingent sei sehr unattraktiv, erläuterte sie. Oder die Betreuer müssten einen geteilten Dienst in Kauf nehmen, was auch nicht anziehend sei. „Wir können es versuchen, aber wir können nichts garantieren“, sagte Binge.

In der Moorwegschule beginnt der Unterricht für die dritten und vierten Klassen um 7.45 Uhr. Die Erst- und Zweitklässler starten praktisch mit der zweiten Stunde um 8.35 Uhr. Wieso denn die Schule die Empfehlung des Landes, um 8 Uhr zu beginnen, missachten könne, fragten die Kommunalpolitiker. „Aus pädagogischen Gründen können die Schulen abweichen“, wusste Heidi Garling, bildungspolitische Sprecherin der CDU.


Kein Einlenken der Grundschule

Die Entscheidungshoheit darüber hat die Schulkonferenz. „Wir haben nicht nur einmal mit der Schulleiterin gesprochen“, berichtete Springer. „Da gibt es eine eindeutige Positionierung der Schule, die wollen das so.“ Zudem finde die übermäßige Zahl der Eltern das passend, nur eine kleine Minderheit nicht, wandte der Fachdienstleiter ein. „30 Leute, das ist schon ganz schön viel, da würde ich nicht von einer Minderheit sprechen“, entgegnete Ausschussvorsitzender Lothar Barop (SPD).

Ob denn dann ein finales Gespräch, wie im Antrag gefordert, überhaupt noch Sinn mache, fragte Detlef Murphy von der Linken. Wahrscheinlich nicht, so der Tenor im Plenum. Verhandelt wird der gemeinsame Antrag von SPD und Grünen jetzt in der nächsten Ratssitzung am Donnerstag, 3. Mai, ab 19 Uhr im Rathaus. Im Juni komme er dann wahrscheinlich in den Fachausschuss zurück, prognostizierte Springer. Weil über Stellen zu beschließen sei, sei das notwendig.

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