Wedel : 300 Teilnehmer beim Friedenscup

Fairness war wichtig bei den 70 Fußballspielen.
Fairness war wichtig bei den 70 Fußballspielen.

Junge Sportler aus ganz Deutschland und Österreich kickten in der Rolandstadt für Frieden und Fairness.

shz.de von
03. Juni 2014, 06:00 Uhr

Wedel | Wenn das Formen des „Peace-Zeichens“ misslingt, ist das eigentlich nichts, worüber sich ein Initiator freuen kann. Beim 13. Wedeler „Friedenscup“ von Hauptorganisator Volkan Inak (25) war das am Wochenende anders. Die Steinberghalle und das Fußballturnier waren mit 300 Teilnehmern so gut besucht, dass das menschliche „Peace-Zeichen“ zu Beginn der Veranstaltung nicht schlank und rund sondern eher quadratisch aussah. „Dass so viele Menschen kommen, ist doch etwas Gutes“, sagte Inak lachend.

Erstmals ausgerichtet hat der heutige Student das Turnier nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001. Der damals Zwölfjährige wollte ein Zeichen für den Frieden setzen. Inaks jahrelanges Engagement wurde 2008 mit der Ehrennadel der Stadt Wedel und 2012 mit dem Integrationspreis des Landes Schleswig-Holstein geehrt. Stadtpräsidentin Renate Palm (WSI) und Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) besuchten die Veranstaltung auch in diesem Jahr.

Im vergangenen Jahr hieß es noch: Teilnehmer aus ganz Deutschland? Nein, Österreicher zwar, aber keine Bayern. Diesmal waren junge Menschen aus allen Bundesländern angereist. Mit 20 Mannschaften – darunter fünf aus Wedel – wurden insgesamt 70 Spiele ausgetragen. „Wichtig ist aber, dass wir nicht nur Fußball spielen, sondern zusammenkommen“, sagte Inak.

Beim „Come Together“ wurde das diesjährige friedenspolitische Thema vorgestellt: „Kein Mensch ist illegal“. „Wenn hier Menschen diskriminiert werden, kann kein Frieden entstehen“, sagte Inak. Der Erlös in Höhe von etwa 2000 Euro aus den Startgeldern sowie dem Essensverkauf sollen der Organisation „MediNetz Rhein-Neckar“ zugute kommen. Sie organisiert medizinische Hilfe für Menschen, die ohne gültigen Aufenthaltsstatus in Deutschland leben. Ursprünglich hatte auch ein Team von Hamburger Lampedusa-Flüchtlingen teilnehmen wollen. Wegen des Abzugs ihrer Unterkunft-Container mussten sie absagen. Den sportlichen Turniersieg errang das Wedeler Team „Osman United“, das fairstes Team wurden die „Startinhos NRW 1“.

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