30 Jahre voller Musik und Vergnügen

Volkslieder, Schlager, Musicalhits und Songs der 1920er Jahre gehören zum Repertoire des Gemischten Chors Roland Wedel, der seit sieben Jahren von Julia Bernhardt (vorn) geleitet wird.
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Volkslieder, Schlager, Musicalhits und Songs der 1920er Jahre gehören zum Repertoire des Gemischten Chors Roland Wedel, der seit sieben Jahren von Julia Bernhardt (vorn) geleitet wird.

Sektlaune Gemischter Chor Roland Wedel feiert runden Geburtstag mit Brunch und Gesang / Hoffen auf Nachwuchs

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22. Dezember 2017, 11:53 Uhr

Die Konzerte in der Musikhalle Hamburg sind Erika Liß (kleines Foto) besonders in Erinnerung geblieben. „Das waren schon ganz besondere Auftritte und unheimlich aufregend“, berichtete die Vorsitzende des Gemischen Chors Roland Wedel im Schulauer Fährhaus. Mit einem gemeinsamen Brunch und Singen feierten die aktuell 25 Mitglieder das 30-jährige Bestehen des Chors.

Liß ist die letzte Aktive, die beim ersten gemeinsamen Singen von 23 Männern und Frauen am 20. Januar 1988 dabei war. Bereits 1987 war die Idee für den Chor entstanden. Im Sportrestaurant hatten fünf Männer die Idee eines gemeinsamen Chors, in dem Paare gemeinsam singen können. Die erste offizielle Besprechung fand im Januar 1988 statt, bei der Ursula und Werner Reifschläger, Harry Jakusch und Richard Igel, der erster Chorleiter wurde und fünf Jahre musikalischer Leiter blieb, teilnahmen. Anschließend gingen sie auf Werbetour, um Mitglieder zu gewinnen. „Ich habe mich sofort angesprochen gefühlt und bin zur ersten Probe gegangen“, sagte Liß. Sie blieb 30 Jahre dabei. „Ich habe schon im Schulchor gesungen und hatte einfach Lust, wieder etwas zu machen“, erinnerte sich Liß.

Zahlreiche Konzerte, unter anderem in der Musikhalle, standen für die Sänger auf dem Programm. „Das war schon richtig aufwendig und probenintensiv“, berichtete Liß. Als Herbert Russek, der 18 Jahre den Chor leitete, übernahm, wurden die großen Konzerte seltener. Seit sieben Jahren ist Julia Bernhardt, Leiterin des Musikzentrums Schulauer Hof, für die musikalischen Geschicke des Chors verantwortlich.

Volkslieder, Schlager, Musicalhits und Songs der 1920er Jahre gehören aktuell zum Repertoire des Chors, der montags von 19.30 bis 21 Uhr im Musikzentrum in der ABC-Straße 16 probt. „Die großen Konzerte haben wir derzeit nicht. Wir schauen, was da machbar ist“, sagte Liß. Regelmäßig trete man aber im kleinen Rahmen auf. „Es ist immer lustig bei uns.“

Doch nicht alles ist Friedefreudeeierkuchen. „Wir fangen an auszusterben“, sagte die Vereinsvorsitzende. Der Nachwuchs fehle – wie bei vielen Chören. „Wir haben eine junge Frau aus Brasilien bei uns, die gern singt und davon überzeugt ist, schneller Deutsch zu lernen. Ihr gefällt es bei uns, aber sonst fehlen junge Mitglieder“, sagte Liß. „Wir singen auch ganz moderne Stücke, aber trotzdem glaube ich, dass es in einigen Jahren kaum noch Chöre geben wird. Bis auf die ganz großen.“

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