Nachbarn feiern multikulturell : 27. Sommerfest: Viele Besucher trotz des Regens in Wedel

Reepschläger bei der Arbeit.
Reepschläger bei der Arbeit.

Das diesjährige Sommerfest der Arbeitsgemeinschaft Elbhochufer (AGE) rund ums Stadtteilzentrum „mittendrin“ fiel regelrecht ins Wasser.

shz.de von
25. Juni 2018, 13:00 Uhr

Wedel | Das hatten sich die Veranstalter auch anders vorgestellt: Das diesjährige Sommerfest der Arbeitsgemeinschaft Elbhochufer (AGE) rund ums Stadtteilzentrum „mittendrin“ fiel regelrecht ins Wasser. Doch die immer wieder auftretenden Regenschauer taten Besucherzustrom und Stimmung keinen Abbruch. Essen und Trinken, Tanz und Musik, Austausch und Miteinander fanden fröhlich und trotz der widrigen Wetterumstände statt.

„Das friedliche und konstruktive Zusammenspiel aller Akteure zeichnet unser Fest aus und gibt treffend ein Spiegelbild unserer multikulturellen Nachbarschaft rund um den Hans-Böckler-Platz wieder“ sagte Mittendrin-Leiter Rainer Bleuel und ergänzte: „Das macht den besonderen Charme dieses Stadtteils und seiner Bewohner aus.“ Entsprechend vielfältig sah das Unterhaltungsangebot des Festes aus.

Clown Hipo unterhielt die Kinder.
Ulrich Bohling
Clown Hipo unterhielt die Kinder.
 

Für die Darstellungen hatten die Veranstalter eigens eine Bühne aufgebaut. Auf ihr wurden über den Nachmittag bis in den frühen Abend hinein verschiedene Tanz-, Gesangs- und andere folkloristische Musikvorträge dargeboten. Auch wieder mit dabei: Clown Hipo, der mit seinen Späßen und Albernheiten Jung und Alt vortrefflich unterhielt und den meisten zumindest ein Lächeln auf die Gesichter zauberte.

Die Reepschläger Volquard Broders und Claus Jansen vom Ortsverein des Schleswig-Holsteinischen Heimatbunds ließen es sich nicht nehmen, die Landesfarben Rot-Weiß-Blau in ihre vor Ort in alter Tradition hergestellten Seile einzuflechten. „Wir wollen hier altes Brauchtum und niederdeutsche Kultur gerade für Kinder wieder erlebbar machen“, erklärte Brodersen.

Afghanische Männertänze auf der Bühne.
Ulrich Bohling
Afghanische Männertänze auf der Bühne.
 

„Wir feiern bereits im 27. Jahr und es ist immer eine Freude zu sehen, wie engagiert alle mitmachen“, sagte Yusuf Gürbüz. Der Türke lebt seit mehr als 30 Jahren in Wedel und ist seit langem ehrenamtlich in der AGE tätig. Er hatte mit Freunden und Nachbarn Stände organisiert, an denen Börek, Köfte und türkischer Tee angeboten wurden. „In den letzten Jahren hatten wir Sonne und das Hafenfest Regen. Dieses Jahr ist es andersherum. Auch gut“, war Gürbüz‘ optimistisch-freundliche Prognose.

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