Wedel : 25 Jahre Einsatz für Toleranz

Irmgard Jasker engagierte sich von Anfang an im Arbeitskreis.
Irmgard Jasker engagierte sich von Anfang an im Arbeitskreis.

Arbeitskreis gegen Rechtsradikalismus feiert am 25. Mai.

shz.de von
20. Mai 2015, 17:00 Uhr

Wedel | Es ist das Jahr 1990. Wedels damaliger Rathauschef Jörg Balack lädt Bürger der Rolandstadt ins Rathaus ein. Thema: Der Kampf gegen rechtes Gedankengut. Aus den Gesprächen entsteht der „Arbeitskreis der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit“. Die Arbeit dieses Gremiums und die Bemühungen der Wedeler Bürger führen dazu, dass die Stadt bereits am 21. Mai 1990 auf Bundesebene als „Weltoffene Gemeinde“ ausgezeichnet wird. Dieses Jubiläum will der Arbeitskreis jetzt feiern. Für Mittwoch, 27. Mai, ist ein Festakt im Rathaus geplant.

Der Gründung des Arbeitskreises war 1989 ein Beschluss der Ratsversammlung vorausgegangen „alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten auszuschöpfen“ um dem Rechtsextremismus entgegen zu treten. „Wir wollen verhindern, dass alte und neue Nazis ihr Unwesen treiben können“, heißt es auch heute in einer Pressemitteilung des Arbeitskreises. Es sei Konsens in Wedel, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Menschenverachtung nicht zu dulden. Die Initiative erinnert an die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds und an Brandanschläge gegen Notunterkünfte für Flüchtlinge – die Gefahr sei weiterhin aktuell.

Auf der Feier soll daher ab 19 Uhr ein Zeichen gesetzt werden, dass Wedel eindeutig Stellung gegen rechtes Gedankengut bezieht. Nach einer Einführung durch Stadtpräsidentin Renate Palm (WSI) wird Irmgard Jasker einen Abriss der Geschichte des Arbeiteskreises geben. Volkan und Erkan Inak übermitteln Grußworte als Vertreter des Wedeler Friedenscups. Einer der Höhepunkte wird ein Festvortrag von SSW-Politikerin Anke Spoorendonk, Landesministerin für Justiz, Kultur und Europa, werden. Musikalische Beiträge und ein internationales Büfett runden den Abend ab.

Wer sich zur Arbeit der Initiative äußern möchte, ist eingeladen, Grußworte schriftlich einzureichen. Bei der Feier sollen die Beiträge dann für alle Besucher ausgehängt werden. Adressat ist das Stadtteilzentrum „mittendrin“, Friedrich-Eggers-Straße 79, 22880 Wedel.

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