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Moorrege : 24-Stunden Härtetest für Jungretter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Premiere für die Jugendfeuerwehr Moorrege: Dauerdienst für 20-köpfige Truppe aus zehn- bis 16-jährigen Jungen und Mädchen

Moorrege | Das war eine Premiere für die älteste Jugendfeuerwehr im Kreis Pinneberg: Der Moorreger Brandschützer-Nachwuchs absolvierte seine erste 24-Stunden-Übung. Und noch nach 23 Stunden im Einsatz hatten die Zehn- bis 16-Jährigen auf die Frage, ob sie müde seien, nur eine Antwort: „Ach was, wir sind und bleiben motiviert.“

Jugendwart Thorsten Grünefeldt und Einsatzleiter Rasmus Schmahl sparten denn auch nicht mit Lob für die 20-köpfige Truppe. Auch fünf der sieben Ausbilder überzeugten sich vom guten Leistungsstand ihrer Zöglinge. Die jungen Leute bewiesen, dass sie mit vielfältigen Herausforderungen fertig werden.

Los ging es mit einem brennenden Baum am Freibad. Kaum war das Feuer gelöscht und die Truppe in die Wache zurückgekehrt, da kam der zweite Alarm: Ölspur auf der Rosenkoppel. Auch hier wusste der Nachwuchs, was zu tun war. Aber an Feierabend war nicht zu denken. Um 22.12 Uhr wurde ein verdächtiger Feuerschein am Flugplatz Heist gemeldet. Die Mädchen und Jungen überzeugten sich davon, dass keine Gefahr bestand und ließen sich spät abends im Schulungsraum auf Luftmatratzen und Feldbetten nieder.

Schon um drei Uhr war die Nacht vorbei, denn am Himmelsbarg lief ein verwirrter Mann herum. Auf ging’s zur Personensuche. Doch der Mensch war nirgends zu finden. Schließlich Entwarnung: Der Gesuchte war wieder zu Hause gelandet.

Eine Weile konnten die Kinder  weiterschlafen, aber um 7 Uhr schrillte der Wecker. Brandmeldung aus der Grundschule. Was die Jugend dort vorfand, gehört auch zum Feuerwehralltag: Es war ein Fehlalarm. Den Rest des Vormittags verbrachte die Truppe in der Wache. Auf dem Programm standen der Umgang mit Funkgerät, Spiele um Feuerwehrbegriffe, Erste-Hilfe-Training und sogenannte Trockenübungen zur Dienstvorschrift.

Nach dem Mittagessen wurde es  noch einmal   spannend: Ein verängstigt wirkendes Mädchen meldete einen Waldbrand am Freibad. In Minutenschnelle war die Jugendwehr vor Ort, rollte über 130 Meter Schläuche aus, dann „Wasser marsch!“ – und schon rückten Natalie und Tom sowie Justin und Michell dem Brand mit zwei Spritzen zu Leibe. Aber wo war die Anruferin? Ein Team machte sich eilig auf die Suche. Happy End: Natürlich wurde der Wald gerettet, das Mädchen unversehrt gefunden, die Schläuche ordentlich aufgerollt und dann waren die 24 Stunden vorbei und alle konnten sich in den eigenen Betten gründlich ausschlafen. 

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erstellt am 28.Apr.2015 | 16:15 Uhr

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