21 Jahre im Dienst der Patienten

Sabine Kloevekorn (rechts) verabschiedet sich nach 21 Jahren aus dem Team der Grünen Damen. Reinhardt Schuster (hinten Mitte) scheidet nach zehn Jahren aus.
Sabine Kloevekorn (rechts) verabschiedet sich nach 21 Jahren aus dem Team der Grünen Damen. Reinhardt Schuster (hinten Mitte) scheidet nach zehn Jahren aus.

Einsatzleiterin Sabine Kloevekorn verabschiedet sich aus dem Team der Grünen Damen des Wedeler Regio Klinikums

shz.de von
18. August 2018, 16:00 Uhr

Fast auf den Tag genau 21 Jahre lang hat sich Sabine Kloevekorn bei den Grünen Damen im Wedeler Regio Klinikum engagiert. Jetzt ist für die Ehrenamtliche, die seit 1987 für die Aufmunterung der Patienten im doch meist trüben Klinikaufenthalt sorgt und seit der Jahrtausendwende die Einsatzleitung der treuen Helferinnen innehat, Schluss. Im Konferenzraum des Krankenhauses wurde Kloevekorn gestern feierlich verabschiedet.

Nicht nur der Klinikleitung und Bürgermeister Niels Schmidt war es ein Anliegen, sich bei Kloevekorn für ihr Engagement zu bedanken. Auch die Mitarbeiter von Therapie und Pflege, die Einsatzleiterinnen aus den Nachbarkliniken Elmshorn und Pinneberg, Dieter Napiwotzki, Vorsitzender des mittlerweile aufgelösten Fördervereins, und das Team der Grünen Damen selbst nutzten die Gelegenheit der offiziellen Verabschiedung für ein herzliches Dankeschön. „Sie üben einen Dienst an der Gemeinschaft aus, der gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann“, sagte Schmidt an die Ehrenamtliche, aber auch an die Adresse der gesamten zwölf Damen und zwei Herren gerichtet. Im Krankenhaus komme man ins Grübeln. Da sei es ein schönes und wichtiges Erlebnis, wenn nette Menschen einem ein bisschen den Tag aufhellen.

„Es gibt Leute, die viele kleine Dinge tun, und damit die Welt verändern“, leitete die kaufmännische Leiterin der Regio Kliniken, Regina Hein, ihre Ansprache ein. Zeit schenken, Gespräche führen, Besorgungen einholen, für den Patienten da sein: Das Engagement der Helferinnen sei auch für diejenigen, die im Krankenhaus ihre medizinische Arbeit tun, überaus wertvoll, betonte sie. Bei Kloevekorn kamen neben der direkten Zuwendung zum Patienten mit der Leitungsfunktion noch vielfältige Verwaltungsaufgaben hinzu, die viel Zeit kosteten. Das bedeute auch großes Verständnis von der eigenen Familie, stellte Hein klar und bekräftigte abschließend: „Das waren tolle Jahre mit Ihnen. Wir werden sie sehr vermissen.“

Außer jeder Menge Blumenstäuße gabs vom Team für Kloevekorn ein selbstgestaltetes Fotobuch. „Erinnerungen“ hatten die Kollegen es betitelt. Darin: „Viele Highlights, die wir miteinander verbringen konnten“, erläuterte Günther Koopmann, von Weihnachtsfeiern und Ausflügen, die Kloevekorn für ihre Truppe organisiert hatte.

Auch Kloevekorn selbst nutzte die Gelegenheit für ein paar Worte. Und auch sie hatte Höhepunkte parat, die das Team während ihrer 21 Jahre erleben durfte. Zwei Ehrennadeln, die 2007 und 2009 von der Stadt verliehen wurden, zählte die Chefin auf. Als mediales Highlight einen TV-Auftritt: „2012 sind wir beim NDR im Fernsehen gewesen“, sagte Kloevekorn nicht ohne Stolz. Den Sozialpreis der Stadt gab es 2014. Und 2018 wurde Jubiläum gefeiert: 30-jähriges Bestehen. Den Staffelstab gab die Einsatzleiterin an ihre Nachfolgerin Margret Brakelmann weiter, der sie viel Erfolg für die Aufgabe wünschte.

Im inoffiziellen Teil der Feier äußerte sich die Ehefrau von Ex-Stadtpräsident Ulrich Kloevekorn (CDU), der sein Ehrenamt auch erst kürzlich nach der Kommunalwahl niedergelegt hatte, zu dem, was jetzt, nach der Zeit mit den Grünen Damen, auf sie zukommt. „Ich habe einen Mann, drei erwachsene Kinder, sieben Enkelkinder und einen Hund. Alle um mich herum. Mir reicht’s. Ich habe gut zu tun“, zählte sie auf und lachte herzlich.

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