192 Fußballfelder für Erholung

Tävsmoor und Haselauer Moor grenzen unmittelbar an die Gemeinde Holm an, die im Gebiet die größten Erholungsflächen hat.
Tävsmoor und Haselauer Moor grenzen unmittelbar an die Gemeinde Holm an, die im Gebiet die größten Erholungsflächen hat.

Bodennutzung in Marsch und Geest fällt zum Teil unterschiedlich aus / Heist am meisten Siedlungs- und Verkehrsfläche

shz.de von
03. März 2018, 16:00 Uhr

Die Gebiete der Marsch und Geest bieten eine Vielzahl an unterschiedlichen Naherholungsmöglichkeiten – etwa den Elbstrand entlang der Hetlinger Schanze, die Tävs- und Haselauer Moore in der Nähe des Heistmer Flugplatzes oder die geschützten Marschlandschaften rund um das Elbmarschenhaus.

Doch wie viel Fläche macht eigentlich die Naherholung in Marsch und Geest aus? Wie viele Hektar Straßen sind verbaut? Und wie viele Areale sind als Siedlungsfläche ausgewiesen? Unsere Zeitung hat sich die Auswertung der „Bodenflächen nach Art der tatsächlichen Nutzung“ der Regionalstatistik angeschaut.

Betrachtet man die gesamten Bodenflächen, die den sechs Gemeinden der Marsch und Geest zugeordnet sind, hat Hetlingen mit 2410 Hektar die Nase vorn. Hetlingens Bodenareale entsprechen ungefähr der Fläche von 3375 Fußballfeldern. Haselau kommt auf 1888 Hektar, dicht gefolgt von Haseldorf mit einer Bodenfläche von knapp
1800 Hektar.


Heist hat die geringste Bodenfläche

Holm kann laut Regionalstatistik auf eine Bodenfläche von 1605 Hektar schauen. Moorrege kommt auf ein Areal von 1076 Hektar. Heist hat die geringste Bodenfläche: Mit 996 Hektar stehen der Gemeinde umgerechnet 1395 Fußballfelder an Boden zur Verfügung.

Bei den ausgewiesenen Siedlungs- und Verkehrsflächen der Marschgemeinden sieht das Ranking wieder anders aus. Hier dominieren die Heistmer. Die Gemeinde hat 264 Hektar als entsprechende Areale ausgewiesen. Dabei entfallen 31 Prozent oder 83 Hektar auf Wohnflächen. Unter Berücksichtigung der gesamten Heistmer Bodenfläche sind 13,7 Prozent (136 Hektar) als Verkehrsflächen in Nutzung.

Moorreges Verkehrs- und Wohninfrastruktur beläuft sich auf 250 Hektar. Davon sind 121 Hektar ausgewiesene Wohnflächen. 4,8 Prozent des gesamten Bodens belegen in Moorrege die Verkehrsflächen – das entspricht einer Summe von
52 Hektar. In Holm sind
21,2 Prozent der Bodenfläche für Siedlungs- und Verkehrsnutzung vorgesehen.


Holm bietet viel Naherholung

Die 340 Hektar entsprechen 476 Fußballfeldern. Haselau, Haseldorf und Hetlingen kommen auf vergleichbare Werte, wenn es um die Nutzung des Bodens im Sinne von Siedlungen und Verkehr geht: Die genutzten Areale belaufen sich auf 151, 159 und 150 Hektar.

Spitzenreiter in Sachen Erholungsflächen ist Holm. Mit einer insgesamten Fläche von 137 Hektar gibt es in der Gemeinde Erholungs-Areale in einer Größenrelation von knapp 192 Fußballfeldern. Dieser Wert entspricht einem Anteil an der Gesamtfläche von 8,5 Prozent. Auf dem zweiten Platz liegt die Gemeinde Haselau: Mit einer Fläche von
58 Hektar sind drei Prozent der Gesamtfläche für Erholung vorgesehen. Davon sind drei Hektar die Grünanlagen der Gemeinden.

Haseldorf, Heist und Moorrege kommen auf vergleichbare Flächen: In den drei Gemeinden werden
15, 16 beziehungsweise
14 Hektar des gesamten Bodens tatsächlich als Erholungsfläche genutzt.

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