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Familienbildung am Limit : 170 Kurse sind die absolute Obergrenze

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Programm für das zweite Halbjahr steht. „Mehr können und wollen wir nicht, das würde zu Lasten der Qualität gehen“, sagt die Leiterin.

shz.de von
erstellt am 14.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | „Die Maloase ist weggefallen“, erläutert Ulrike Wohlfahrt. Gebührenfrei und offen, das war für die Teilnehmer dann wohl doch zu unverbindlich. Böse ist die Leiterin der Familienbildung deswegen allerdings nicht. Ausprobieren gehört zum Geschäft der Programmgestaltung. Und außerdem bietet die Einrichtung im zweiten Halbjahr auch weiterhin Kurse für kleine Künstler an. Dank einer Spende von Malerin Rita Hintze sogar zum vergünstigten Preis.

170 Kurse sind’s diesmal für die Zeit von September bis Ende Januar: die absolute Obergrenze, so Wohlfahrt. „Mehr können und wollen wir nicht, das würde zu Lasten der Qualität gehen. Außerdem sind wir räumlich ausgereizt“, fügt sie an. Geburtsvorbereitung, Rückbildung, Kurse für die Zeit ganz am Anfang mit dem Baby, die sind hochfrequentiert, die stehen wieder zahlreich im frisch gedruckten, dieses Mal roten Programmheft. Aber auch der Bedarf nach Ruhe und Entspannung steigt, erläutert die Leiterin. Angebote gibt es da für viele Methoden und in allen Variationen: für Erwachsene, Senioren, Kinder und für Erwachsene mit ihren Kindern zusammen. Eine gute Gelegenheit fürs Miteinander, erklärt Wohlfahrt. Nennt man das ganze „Fußballermassage“, hat man auch die Jungs gewonnen, freut sie sich und lacht.

Ungebrochen ist auch das Interesse der Väter an Freizeitangeboten mit ihren Kindern. Hier geht’s dann allerdings mehr um Action: Anpacken, werkeln, einen Ausflug machen, das kommt an. Um auf immer mehr Väter in Erziehungszeit einzugehen, probiert die Familienbildung quasi als Test einen einmaligen offenen Treff aus. Im großen „Do it yourself“-Feld steht das Nähen an oberster Stelle. Wieder im Angebot sind Nähmaschinenführerschein und Nähwerkstatt für Kinder und für Erwachsene. Aber auch Klassiker wie Weihnachtsbasteln, Töpfern sowie Holz- und Schmuckwerkstatt dürfen nicht fehlen.

Besonders am Herzen liegen Wohlfahrt die so genannten Erziehungsseminare. Beratungen sind ein Kernbereich der Einrichtung, die das Miteinander innerhalb der Familie im Blick hat. Darüber hinaus können sich Teilnehmer aber auch in Kursen Tipps für soziale Probleme holen. „Lachen ist die beste Medizin“ heißt solch ein Angebot, das dafür wirbt, auch mal zusammen Nonsens zu machen. „Es läuft immer alles viel zu ernst ab“, findet Wohlfahrt. Und sie fügt an, dass man autoritär, das Verhalten, nicht mit Autorität, die Persönlichkeit, verwechseln solle. „Eltern vergeben sich nichts, wenn sie auch mal Quatsch machen“, insistiert sie.

Das absolute Highlight es zweiten Halbjahrs ist eine Veranstaltung am Sonntag, 12. November, für die es sogar schon Karten gibt: „Quentin Qualle“ besucht Wedel. Jens Carstens hat die Geschichten um den Quallenjungen geschrieben. Der Wedeler ist gleichzeitig Schlagzeuger in der Band von Schriftsteller und Musiker Heinz Rudolf Kunze und konnte ihn für das Gastspiel gewinnen. Eine Art multiple Kunst-Show erwartet die Zuschauer. Gemeinsam mit der Illustratorin Julia Ginsbach lässt die Band um Kunze die Quentin-Qualle-Abenteuer aus dem Buch vorlesend, spielend und musizierend auf der Bühne lebendig werden.  

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