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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. November 2017 | 02:20 Uhr

16 Paten beleben Wedels Spielplätze

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gerettet Bis auf die Anlage Reepschlägerstraße haben alle gefährdeten Plätze eine Betreuung – und noch weitere darüber hinaus

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Die Resonanz ist groß, viele Wedeler haben sich bei Kirsten Zinner in der Verwaltung gemeldet, um eine Patenschaft für einen Spielplatz zu übernehmen. Die Stadtjugendpflegerin ist hoch erfreut. 16 bekundeten ihr Interesse, elf haben sich für die Aufsicht eines konkreten Platzes eingetragen, einige geben sogar mehrere Optionen an, die sie betreuen würden. „Ich bin mit 16 sehr zufrieden“, sagte Zinner, die jetzt versucht den Freiwilligenpool so zu begleiten und zusammenzuhalten, dass alle dabeibleiben.

In die Sacharbeit ist man bereits eingestiegen. Auch Donnerstagabend gab’s ein Treffen, zu dem die Eltern gleich ihre Sprösslinge mitgebracht haben. Denn um die geht es ja schließlich, sagten sie. Auch die Kinder steuern Ideen für eine Belebung der Spielplätze bei. Wobei bei dem Treffen deutlich wurde, dass die Anlagen, um die sich die Paten kümmern wollen, oftmals gar nicht so selten frequentiert werden, wie die Stadt angenommen hatte.

Unter dem Eindruck eines klaffenden Haushaltslochs und der Maßgabe, Einsparmöglichkeiten zu suchen, hatte die Politik die Verwaltung aufgefordert, die Spielplatzsituation zu untersuchen. Sieben Anlagen landeten auf einer so genannten Streichliste. Das heißt: Weil sie nicht viel benutzt würden, könnten die Geräte zurückgebaut werden.

Sehr kurzfristig gedacht findet das Heiko Morgenweck. Er hat sich gemeinsam mit seiner Frau für eine Patenschaft gemeldet. Außer der Tatsache, dass alle Freiwilligen von regem Besuch auf den Spielplätzen berichteten, die sich in der Regel ganz in ihrer Nähe befinden, müsse man auch den Generationswechsel berücksichtigen, der sich zurzeit vollziehe. Bei ihnen seien in fast jedem zweiten Haus neue Kinder eingezogen.

Bis auf den Spielplatz Reepschlägerstraße sind alle gefährdeten Anlagen von der roten Liste mit Betreuern besetzt, berichtete Zinner. Und noch weitere, die nicht auf der Liste standen. „Ich habe beide Spielplätze, für die ich mich gemeldet habe, bereits mit meinen Enkelkindern bespielt“, erklärte Elke Dempwolff ihr Engagement. Christoph Otto war selbst schon als kleiner Steppke auf dem Platz Am Grund aktiv, und heute wieder. Keine Frage, dass er sich um ihn kümmern will. „Der Platz ist immer voll“, bekräftigte er. „Im Sommer sind abends sogar die Erwachsenen mit dabei.“ Sonja Stuffel von der Hanna-Lucas-Kita plant bereits, die Pulverstraße ins pädagogische Konzept einzubeziehen. Aktivitäten werden nicht nur nach draußen verlegt, auch gemeinsames Müllsammeln steht ab sofort auf dem Programm. Und Annegret Haase will ihre Verbindung zum Parkourverein Nandu dazu nutzen, Aktionstage auf ihrem Paten-Platz zu veranstalten. Eine Spielplatzrallye, jahreszeitliche Feste oder ein Streetball-Turnier waren weitere Ideen, die unter anderem auch von den Kindern kamen.

Die Zusage sei fest, versicherten die Eltern beziehungsweise Großeltern. „Wir haben schon ein Führungszeugnis beantragt und eine Verpflichtungserklärung unterschrieben“, betonte Morgenweck. Im Januar gibt es für die Paten eine kleine Fortbildung in Sicherheitsüberprüfung. Das nächste Treffen, bei dem weitere Freiwillige willkommen sind, ist auf den 13. November, 19 Uhr terminiert.  

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