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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. September 2017 | 21:43 Uhr

Jubiläum in Wedel : 15 Jahre Friedenscup in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

20 Mannschaften aus ganz Deutschland treten über Pfingsten beim Wedeler Friedenscup an. Workshops und Benefiz-Aktion sind auch geplant.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2016 | 16:30 Uhr

Wedel | „Alle reden vom Frieden, aber keiner macht’s. Hier sind fast 300 Jugendliche, die ein starkes Zeichen dafür setzen.“ Es ist Hüseyin Inak leicht anzumerken, dass er ungebrochen von der Idee hinter einer Veranstaltung überzeugt ist, die sein Sohn Volkan anlässlich der Anschläge auf das World Trade Center 2001 initiiert hat. Die, die am Wedeler Friedenscup teilnehmen, teilen diese Überzeugung und füllen sie mit Leben. Am Pfingstwochenende treten 20 Teams bei der 15. Auflage des Kicks mit politischer Botschaft an. Mehr konnten die Organisatoren trotz weit größerer Anmeldezahl nicht unterbringen.

Mannschaften, in der nur Flüchtlinge spielen, ein rein kurdisches Team: „Die bunte Welt zeigt sich in Wedel“, sagt Inak. Dazu Formationen wie „Die Jungen Krokodile“, wo Spieler der Jungen Union mit Jungsozialisten gemeinsam für dieselbe Sache kämpfen – typisch Friedenscup. „Sogar aus Bayern kommen Menschen extra nach Wedel, um ein Zeichen zu setzen“, freut sich Meryem Inak. Sie zählt mit ihrem Onkel zum siebenköpfigen Kern des Organisationsteams. Insgesamt sind es rund 25 Menschen, die das Turnier über das Jahr seit dem jüngsten Schlusspfiff vorbereitet haben.

Traditionell startet es mit einem friedenspolischen Come-Together und Workshops am Freitag, 13. Mai. Treffpunkt ist um 16.45 Uhr in der Aula des Rist-Gymnasiums, Am Redder 8. Themen sind etwa Nationalismus und Rechtsextremismus in Fußballstadien oder Korruption im Fußballgeschäft. „Der Sport schafft es, was sonst kaum zu schaffen ist: Jugendliche zu politischen Diskussionen zu motivieren“, weiß Orga-Team-Mitglied und Lehramtsstudentin Meltem Adal. Gäste sind willkommen.

Come-Together mit Workshops zum Auftakt

Am Sonnabend um 9 Uhr formieren sich die Teilnehmer traditionell im Rahmen einer Schweigeminute in der Sporthalle am Steinberg zum Friedenszeichen. „Da stehen zum Teil Menschen nebeneinander, deren Länder im Krieg miteinander sind. Das ist ein berührender Moment und spiegelt den Charakter der Veranstaltung“, sagt Ceren Inak, wie ihr Vater ebenfalls in der Organisation aktiv.

Bis 19 Uhr wird gekickt, Fortsetzung gibt’s am Sonntag, 15. Mai, von 8 bis 13 Uhr. Besonderheit: Diesmal seien elf Teams aus Wedel und Umgebung dabei, so die Cup-Macher. Sie hoffen, dass damit auch die Zuschauer-Resonanz aus der Stadt selbst noch einmal zulegt. Er würde sich freuen, wenn auch Politik-Vertreter den Weg in die Halle fänden, so Hüseyin Inak.

Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Stadt und zahlreiche Sponsoren. Im Vorfeld konnten bereits 2700 Euro in den Spendentopf gesteckt werden, der durch Erlöse aus dem Verkauf von Snacks und Getränken noch weiter gefüllt werden soll. Das Geld kommt der Arbeit des Friedensdorfs International zugute, das die Betreuung von verletzten und kranken Kindern aus Krisengebieten organisiert.

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