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Stattliche Geburtstags-Spende : 15.000 Euro Finanzspritze für das Stadtmuseum in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Möller-Wedel feiert 150-jähriges Bestehen. 15.000 Euro Finanzspritze für das Stadtmuseum der industriegeschichtlichen Sammlung.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Normalerweise sind es die Geburtagskinder, die Geschenke bekommen. Bei der Feier zum 150-jährigen Bestehen von Möller-Wedel war es andersherum: Walter Inäbnit, Aufsichtsratsvorsitzender der Haag-Streit Holding, zu dem das Wedeler Traditionsunternehmen seit 25 Jahren zählt, verkündete im Rahmen seiner Festrede vor rund 50 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung eine Finanzspritze von 15.000 Euro für das Stadtmuseum mit der integrierten Technicon-Ausstellung.

Bürgermeister Niels Schmidt, der gemeinsam mit Stadtpräsidentin Renate Palm das offizielle Wedel vertrat, freute sich über den „warmen Regen“ – wohl besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage. Aber der Verwaltungschef revanchierte sich auch, und zwar mit einem maritimen Werk von Ole West, das der Künstler eigens signiert hatte. Ein schmunzelnder Schmidt überließ es dabei dem Aufsichtsratschef, ob er das Bild mit nach Hause in die Schweiz nehmen oder es besser in der Obhut von Möller-Wedel Geschäftsführer Jens Jürgens und seinem Team belassen soll.

Zuvor hatte der Bürgermeister vor den Gästen, zu denen unter anderem auch Landrat Oliver Stolz, ehemalige Geschäftsführer sowie aktuelle Geschäftspartner und Ärzte gehörten, auf die Bedeutung der Firma hingewiesen, die 1864 von dem Tüftler-Genie Johann-Diedrich Möller gegründet worden war. „Es gibt wohl kein Unternehmen, das so eng mit der Entwicklung unserer Stadt verflochten ist, wie Möller-Wedel. Es steht für die Wandlung unserer Stadt von dörflichen Strukturen hin zu einem modernen Wirtschaftsstandort mit einer hohen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.“

Die Haag-Streit-Gruppe habe die Firma in schwierigen Zeiten übernommen und es geschafft, das Unternehmen trotz harten internationalen Wettbewerbs erfolgreich am Markt zu halten. Jörg Orlemann, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein, verglich Unternehmensgründer Möller mit Garagen-Erfindern der Gegenwart wie Bill Gates und konstatierte, dass nach wie vor „großartige Ingenieurarbeit“ geleistet werde und die Mitarbeiter Produkte in herausragender Qualität fertigen.

Möller-Wedel hat eine wechselvolle Geschichte durchlebt. Teilweise mehr als 1300 Beschäftigte stellten unterschiedliche optische Produkte her. Eine Ausbildung bei „J.D.Möller“, wie das Unternehmen früher hieß, hatte einen geradezu legendären Ruf. Mittlerweile stellen etwa 185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hoch komplexe und qualitativ exzellente Operationsmikroskope her.

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