140-Wohnungen-Projekt kommt

Zwischen Steinberg, Wiedestraße und Am Redder sollen unter anderem 14 Mehrfamilienhäuser entstehen.
Zwischen Steinberg, Wiedestraße und Am Redder sollen unter anderem 14 Mehrfamilienhäuser entstehen.

Am Redder: Satzungsbeschluss für notwendige B-Plan-Änderung nach Verzögerung bei der Planung für Februar anvisiert

shz.de von
31. Januar 2018, 16:00 Uhr

Was lange währt: Eigentlich hatte Wedel das 140-Wohnungen-Projekt im Areal zwischen Steinberg, Wiedestraße und Am Redder für 2017 auf der Agenda, wurde doch bereits Anfang des Jahres der Aufstellungsbeschluss für die notwendige B-Plan-Änderung gefasst. Auch Rehder Wohnungsbau als Investor hinter dem 35-Millionen-Euro-Vorhaben ist in seiner Präsentation von einem Baubeginn im vergangenen Jahr ausgegangen. Jetzt ist es doch 2018 geworden. Der schlichte Grund: ein Mangel an Kapazitäten in der Planungsabteilung des Wedeler Rathauses. Die sei lange nicht voll besetzt gewesen, sagte gestern Bürgermeister Niels Schmidt auf Tageblatt-Anfrage. Daher die verzögerte Bearbeitung, die jedoch in enger Abstimmung mit dem Investor erfolgt sei. Nachdem hinter verschlossenen Türen im jüngsten Rat auch der Durchführungsvertrag beschlossen wurde, geht es im kommenden Monat nun endlich an den Satzungsbeschluss – zunächst am 6. Februar im Planungsausschuss, dessen Empfehlung vorausgesetzt dann am 22. Februar im Rat.

Der soll endgültig den Weg freimachen für 14 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 135 Wohnungen, von denen mindestens 29 mit öffentlichen Fördermitteln realisiert werden. Bekanntlich sieht die vom Rat beschlossene Quote bei B-Plan-Änderungen und Neuaufstellungen 30 Prozent geförderten Wohnraum vor. Zu dem Geschosswohnungsbau kommen zwei Doppelhäuser und drei Reihenhäuser. Laut Verwaltung ist der Plan im Juni und Juli 2017 in die Öffentlichkeitsbeteiligung gegangen. Weder von Bürger- noch von Behördenseite hätten dabei Stellungnahmen zu Änderungen geführt.

Dass Wedel neue Wohnungen dringend benötigt, daran erinnert die Stadt selbst in ihrer Begründung der Beschlussempfehlung. Demnach zeige das aktuelle Wohnungsmarktkonzept vom Büro Gewos aus 2016 kurz- und mittelfristig einen erhöhten Neubaubedarf im Stadtgebiet auf. 900 Wohnungen sollen laut der Studie bis 2020 entstehen, 600 davon in Form von Geschosswohnungsbau. Zusätzlich werde die Wohnungsmarktsituation für Menschen mit geringem Einkommen zunehmend schwierig. Eine Ausweisung von Bauflächen solle vorrangig im innerstädtischen Raum erfolgen, besagt die Studie. All diese Faktoren sieht die Verwaltung mit dem Bauvorhaben berücksichtigt.

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