Saison in Wedel : 1100 Schiffe zu Wasser gebracht

1100 Schiffe wurden dieses Jahr im Wedeler Yachthafen bereits zu Wasser gelassen. Per Unimog werden sie transportiert.
1100 Schiffe wurden dieses Jahr im Wedeler Yachthafen bereits zu Wasser gelassen. Per Unimog werden sie transportiert.

Die Kran-Saison im Wedeler Yachthafen endet am 10. Mai. Alle Boote unfallfrei in die Saison gestartet. Winterlager schließt diese Woche.

shz.de von
04. Mai 2015, 10:00 Uhr

Wedel | Für Hafenmeister Holger Kwiatkowski endet am Wochenende die Zeit am Kran im Wedeler Yachthafen. „Während für viele Wassersportler jetzt erst die Saison beginnt, endet sie für uns“, sagt Kwiatkowski. Für ihn und seine beiden Kollegen Sven Nagel und Christian Bazelak sowie zwei Saisonkräfte begann die Kran-Saison bereits am 15. März. Am 10. Mai ist sie vorbei. Dann schließt auch das Winterlager. „Der Kran kann selbstverständlich das gesamte Jahr genutzt werden und ist immer besetzt“, so Kwiatkowski. Doch werden sich die Hafenmeister dann anderen Aufgaben widmen.

1100 Boote wurden in diesem Jahr bereits zu Wasser gelassen. 750 davon waren in Wedel eingelagert. Das Wichtigste für die drei Hafenmeister: Es gab keine Zwischenfälle. „Es ist alles ganz entspannt gelaufen, ohne Unfälle oder irgendwelche Schäden“, so Kwiatkowski. Bis zu 16 Tonnen können die Schiffe wiegen, die der Kran im Yachthafen ins Wasser hievt. Das Prozedere ist immer das gleiche: Die Schiffe werden – je nach Größe – händisch, per Auto oder mit dem hafeneigenen Unimog unter den Kran gefahren. Die Hafenmeister bringen zwei Spanngurte an. Diese können sogar noch mehr als der Kran tragen. 40 Tonnen ist auf den Gurten vermerkt. Dann werden die Schiffe – gesichert mit zwei Leinen – über das Geländer gehoben. Wenn der Schipper an Bord sein Okay gibt, dass kein Wasser ins Boot eindringt, werden die Haken gelöst und der Kran wieder nach oben gezogen. „Ob ein Boot eine Tonne oder 16 Tonnen wiegt, macht für uns keinen Unterschied. Dann müssen wir nur die Gurte mal weiter vorne oder hinten anbringen“, sagt Kwiatkowski. Er wirkt so, als ob ihn nichts aus der Ruhe bringen kann. „Die Saison war sehr entspannt für uns“, sagt er. Das unbeständige Wetter habe die Arbeit verteilt. „Es gab nicht das eine schöne Wochenende, an dem alle auf einmal kamen“, so der Hafenmeister.

Plötzlich wird er doch einmal laut: „Das ist kein Dauerliegeplatz“, brüllt er zu einem Bootsbesitzer, der seit zwei Minuten auf dem Platz vor dem Kran liegt. Der soll nämlich schnell frei werden. Die letzten Nachzügler warten auf den Kran.

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