Jahresbilanz : 100 Prozent mehr Einsätze für die Feuerwehr Heist

Kai Ludewigs (von links), Uli Kühl, Vieth Both, Bernd Halbrock, Hauke Suhl, Frank Bartsch, Bennet Witt und Florian Harder von der Heistmer Feuerwehr blicken auf ein einsatzreiches Jahr 2017 zurück.
Kai Ludewigs (von links), Uli Kühl, Vieth Both, Bernd Halbrock, Hauke Suhl, Frank Bartsch, Bennet Witt und Florian Harder von der Heistmer Feuerwehr blicken auf ein einsatzreiches Jahr 2017 zurück.

Vor allem Sturmschäden trieben die Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr Heist 2017 in die Höhe.

shz.de von
30. Januar 2018, 16:30 Uhr

Auf ein „besonders einsatzreiches Jahr“ 2017 blickte Wehrführer Helmut Ossenbrüggen während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Heist zurück. Die Leitstelle habe die Wehr im Jahr 2017 insgesamt 39 Mal angefordert, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von mehr als 100 Prozent sei. Dies habe vor allem an den massiven Sturmschäden gelegen. Die Wehr wurde zu zwei kleinen Feuern gerufen, wobei der erste Brand ein in Flammen geratener Holzstapel im Heistmer Weg war und der zweite eine brennende Gartenlaube in Moorrege, die nah an einem Wohnhaus stand. Hier wurde die Feuerwehr Moorrege nachbarschaftlich unterstützt. 

Bei insgesamt 35 Hilfeleistungseinsätzen nahmen die Unwetter- und Sturmschäden mit Abstand den größten Teil ein. Insgesamt 24 Mal musste die Heistmer Wehr ausrücken, um bei sturmbedingten Schäden zu helfen. Allein vom 5. bis 7. Oktober rückte sie ganze neun Mal aus. Rekordhalter ist der 29. Oktober, an dem die Feuerwehr von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr nachmittags nahezu im Dauereinsatz war und elf Einsätze hatte.

Für besonderes Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgte ein Flugunfall, bei dem ein Kleinflugzeug auf einem Heistmer Feld aus ungeklärter Ursache notlanden musste. Das Flugzeug erlitt einen Totalschaden. Die Insassen kamen glücklicherweise größtenteils mit dem Schrecken davon. Lediglich einige Prellungen mussten ärztlich versorgt werden. Auch verschlossene Türen sorgten wieder für Einsätze. Hier stellte Ossenbrüggen heraus, dass es aufgrund der sich stetig verbessernden Einbruchsicherung auch für Rettungskräfte immer schwerer wird, in Notfallsituationen einzugreifen. Aus diesem Grund nimmt die Heistmer Wehr im April an einer Fortbildung für Türöffnungen teil.

Verkehrsunfälle sorgten im vergangenen Jahr für sieben Einsätze. Neben einem schweren Unfall, bei dem eine Frau frontal gegen einen Baum gefahren ist und mit dem Hubschrauber ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf eingeliefert werden musste, sorgte auch eine Fahrt unter Alkoholeinfluss für Aufsehen, als diese in einer Häuserwand endete. Die Fahrerin beging Fahrerflucht, die Bewohner des Hauses mussten ärztlich versorgt werden.

Im Anschluss an die Rede Ossenbrüggens wurden die Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. Auch die Mitglieder der Feuerwehr, die an einem oder mehreren der zahlreichen Fortbildungen teilgenommen haben, wurden durch den Wehrführer gewürdigt. Insbesondere stellte er dabei den sehr guten Ausbildungsstand der Heistmer Wehr heraus. Auch das hohe Maß an Motivation sei außergewöhnlich. Die 40 Dienst- und Ausbildungsübungen, die zum Teil gemeinsam mit den benachbarten Feuerwehren aus Moorrege, Holm und Hetlingen durchgeführt wurden, seien darüber hinaus ein voller Erfolg gewesen, da diese den Zusammenhalt in der Kameradschaft weiter gestärkt hätten. Sowohl Heists Bürgermeister Jürgen Neumann als auch Marco Lienau, Vertreter der Feuerwehr Appen und des Kreisfeuerwehrverbands, würdigten die professionelle Arbeit und den außergewöhnlich starken Zusammenhalt der Kameraden.

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